Hack israelischer Twitter-Accounts

22. Juni 2010

Das politische und religiöse Extreme auch vor dem Internet nicht halt machen ist bekannt und auch wenn das Netz keineswegs ein einziger Morast aus moralisch und rechtlich zweifelhaften Inhalten ist, wie oft vermittelt wird, so muss jedoch auch eingestanden werden, dass neben demokratischem Netzaktivismus auch andere Aktionen stattfinden.

Im aktuellen Fall wird es wohl die einseitige Berichterstattung über die vermeintliche Hilfslieferung in den Gaza-Streifen gewesen sein, welche zu einem Hack mehrerer Twitter-Accounts führte. Die Vermutung eines politischen Hintergrunds liegt nahe, da sich eine türkische Gruppe zum Angriff bekannte und ersten Informationen zufolge vor allem israelische Nutzerkonten betroffen sein sollen.

Auf welche Art der Angriff ausgeführt wurde, ist bislang noch unklar.

Technikfeindlicher Bundestag

22. Juni 2010

Wie technikaffin ist die Bundesregierung? Angesichts mancher Entscheidung zur Überwachung der Telekommunikation gab es bereits ernste Zweifel.

Wie nun bekannt wurde, kann die Nutzung moderner Technologien sogar einen Bundestagsabgeordneten in Schwierigkeiten bringen – und das nicht etwa, weil nach britischem Vorbild Mobilgeräte mit sensiblen Daten verloren gegangen wären.

Jimmy Schulz, Abgeordneter der FDP hatte es vorgezogen, das Material für seine Rede auf einem Mobilgerät – dem Apple iPad – zu speichern, um es während seines Vortrags zu nutzen.

Nach seinen Angaben habe ihn einer der Bundestagspräsidenten darauf hingewiesen, dass es sich bei der Nutzung eines Computers um einen Verstoß gegen geltende Vorschriften gehandelt habe. Als Resultat befasst sich nun der Geschäftsordnungsausschuss mit dem Geschehnis.

Jimmy Schulz erklärte, das Computerverbot müsse aufgehoben werden, auch die FDP als Partei setze sich für eine Modernisierung ein, denn es müsse jedem klar sein, dass das Zeitalter von Telefax und Telex vorbei seien.

US-Gründe für Internetüberwachung

21. Juni 2010

Dass internationale Vorstellungen von Umfang und Art des Datenschutzes stark voneinander abweichen können ist nichts neues, ein aktueller Fall verdeutlicht dies jedoch noch einmal.

Während hierzulande die Serverkapazitäten von Google und der dort gespeicherten Daten durchaus kritisch gesehen werden und immer mehr Stellen juristische Schritte gegen Projekte von Google Streetview androhen, sieht die Situation in den USA anders aus.

Dort geht es jedoch nicht um Server oder Webspace, sondern um andere Szenarien. So erklärte die Ministerin des Department of Homeland Security, Janet Napolitano in einer Rede, das Internet bedürfe stärkerer Überwachung.

Als Begründung führt die Heimatschutz-Ministerin den Umstand an, dass zunehmend mehr Mitglieder terroristischer Netzwerke bereits innerhalb der USA angeworben würden und zwar hauptsächlich über das Internet.

Die Überwachung des Internets sei somit notwendig um die Sicherheit im Inneren der USA zu schützen, hatten sich doch bislang die meisten Maßnahmen der Terrorabwehr vor allem auf eine von außen kommende Bedrohung gerichtet.

Zwar betonte sie, eine Erhöhung der Sicherheit der Bürger müsse nicht zwangsläufig mit Einschnitten in der Privatsphäre und der Verletzung von Persönlichkeitsrechten einhergehen – angesichts diverser Anti-Terror-Gesetze der vorigen US-Regierung darf man die Dauerhaftigkeit der Richtigkeit solcher Aussagen durchaus bezweifeln.

US-Sorgen über ICQ-Kriminelle in Russland

17. Juni 2010

Zwar ist der eiserne Vorhang gefallen – besonders Diskrepanzen zwischen den USA und Russland bestehen jedoch weiterhin, was auch für das Internet und themenverwandte Gebiete wie Raubkopien und Computerkriminalität gilt.

Nun äußern sich US-Strafverfolgungsbehörden besorgt über den Aufkauf des Instant Messaging Dienstes ICQ, der sich bislang im Besitz von America Online (AOL) befand, durch einen russischen Investor.

Durch die mögliche Auslagerung der ICQ-Server nach Russland, ist der Zugriff auf die dort gespeicherten Daten, vor allem die Chat-Protokolle nicht mehr ohne weiteres möglich.

Da nach Angaben der US-Behörden, der Dienst nicht nur in Russland allgemein besonders beliebt ist, sondern angeblich auch eines der meist genutzten Kommunikationsmittel von Kriminellen ist, wird in dem befürchteten Serverumzug ein Sicherheitsrisiko gesehen, dass künftige Ermittlungen der USA  deutlich erschweren wird.

Opera künftig auch mit Bing

17. Juni 2010

Eine interessante Allianz hat sich zwischen dem norwegischen Browseranbieter Opera und Microsoft angebahnt, obwohl die Beziehungen der beiden Unternehmen bislang alles andere als freundschaftlich waren und man auch juristisch auf Kriegsfuß stand.

Nun hat jedoch Opera die Microsoft-Suchmaschine Bing in seinen Browser übernommen, so dass ab der kommenden Version, in der Auswahl der Suchleiste auch Bing vertreten sein wird.

Grund dieser Maßnahme, die für Microsoft genauso wie für die Konkurrenz, nicht billig gewesen sein wird, ist der Versuch größere Popularität und Akzeptanz bei den Nutzern zu finden.

Vorstellung des YouTube Video Editors

17. Juni 2010

Es gibt immer wieder kleinere Dinge an den Videos auf Googles Videoportal YouTube zu bemängeln. So ist es etwa sehr ärgerlich bei der Aufnahme eines privaten Live-Auftritts, zwar das völlig unwichtige Jubeln der Fans am Anfang zu hören, durch die beschränkte Länge der YouTube-Clips jedoch das Ende des Songs nicht mehr geboten zu bekommen.

Lösung bietet hier das Schneiden des Videos, allerdings trauen sich viele Nutzer dies nicht zu, wollen kein weiteres Programm auf ihrem Rechner installieren, oder sind schlichtweg zu faul, sich mit den bestehenden Möglichkeiten vertraut zu machen.

Hier setzt nun YouTube mit einer neuen Funktion an, die sich bereits im Testtube-Bereich ausprobieren lässt – der YouTube Video-Editor. So wird es künftig möglich sein, ohne Installation und mit einer einfach gestalteten Oberfläche, unkomplizierte  Videoschnitte, etwa zu Beginn und Ende eines Videos durchführen zu können.

Darüber hinaus lassen sich mehrere Einzelvideos zusammenfügen. Dieses Feature bietet sich etwa bei sehr kurzen Videos, wie sie oft mit Mobiltelefonen aufgenommen wurden an.

Schließlich lässt sich das bearbeitete Werk auch mit einer neuen Tonspur bzw. einem Soundtrack unterlegen. YouTube stellt dafür in einer Medienbibliothek bereits zahlreiche vorgefertigte Stücke und Sounds zur Verfügung.

Einen ersten Eindruck bietet die recht schräge Video-Einleitung zum YouTube Video Editor, die auch ohne Englischkenntnisse praktisch selbsterklärend ist.

Pay-TV ohne Vuvuzelas

16. Juni 2010

Das Technologie manchmal wirklich wahre Wunder wirken kann, beweist ein Bezahlfernsehsender.

Vuvuzelas spalten international die Meinungen. Während die einen die Vuvuzela als willkommenen Teil südafrikanischer Fankultur betrachten, der es unter Umständen sogar wert ist, exportiert zu werden, finden sich auch immer wieder Beschwerden, von denen ironisch gesagt wird, sie seien lauter als die Vuvuzelas selbst.

Nun können zumindest die Zuschauer (und Hörer) des Pay-TV-Senders Sky aufatmen, ab heute Abend werden die zahlenden Kunden dieses Dienstes mit einem Vuvuzela-Soundfilter belohnt, welcher das monotone Summen der trompetenartigen Instrumente herausfiltert, so dass wieder Begeisterungsstürme und kollektives Stöhnen hörbar sein werden.

ZDF, ARD…wann nutzt ihr diese fanfreundliche Technologie? Sogar Günter Netzer würde es euch danken :!:

Twitterwartung führt zu Ausfällen

16. Juni 2010

Jetzt sind sie doch noch da, die vermehrten Ausfälle und Probleme beim Mikroblogging-Dienst Twitter. bereits gestern hatte es aufgrund eines Updates Probleme gegeben, heute kam es dann zu weiteren Rucklern.

Nun wurde erklärt, man habe zwar mit Nutzungsspitzen während der Fußball-Weltmeisterschaft gerechnet, allerdings wurden dabei die Auswirkungen parallel stattfindender Umstrukturierungsmaßnahmen unterschätzt.

Aus diesem Grund wurden nun weitere Wartungsarbeiten angekündigt, bei deren Umsetzung es erneut zu kleineren Ausfällen des Dienstes kommen könne, während einer laufenden Partie werde jedoch aus Rücksicht auf die zahlreichen Fans auf Arbeiten verzichtet.

Wenigstens gibt es bei Twitter keine Vuvuzelas. ;)

Eingeschränkte Streetview-Funktion

15. Juni 2010

Google Street View wird nach wie vor von Bürgerrechtlern und Datenschützern attackiert, man hört von Klageandrohungen – und trotzdem kann man bei Google Maps nun teilweise Fotos von deutschen Straßenzügen betrachten.

Dabei lehnt sich Google jedoch klugerweise nicht aus dem Fenster indem Streetview-eigenes Material genutzt werden würde, vielmehr wird das dortige Fotomaterial von den Benutzern selbst zur Verfügung gestellt.

Nicht allein, dass die Gesichter von Personen auf diesen Bildern nicht standardmäßig unkenntlich gemacht wurden – die Unterstützung einer solchen Funktion, während andernorts für das Recht auf Privatsphäre gerungen wird, ist sowohl unverschämt als auch dumm.

Vermutlich handelt es sich bei den freiwilligen Spendern um all jene die “nichts zu verbergen haben“, außer vielleicht den Umfang ihrer Schafherden bei Farmville. Wie heisst es so schön: gleich und gleich gesellt sich gern. rolleyes

Raffinierter Schadspam zur WM

15. Juni 2010

Wie von vielen Sicherheitsexperten angekündigt ist er nun da – der bösartige Spam mit Themen zur Fußball-WM 2010.

Eine aktuell viel genutzte Methode um durch eine Spam-Mail den Rechner zu kompromittieren besteht darin, durch eine WM-Schlagzeile den Benutzer dazu zu verleiten, ein im Anhang befindliches HTML-Dokument zu öffnen, welches dann einen Javascript-Code ausführt und dieser den Browser des Opfers zu einem Server mit Schadinhalt umleitet.

Trotz manches Siegestaumels, sollte also weiterhin Vorsicht walten, wenn man E-Mails mit Anhängen erhält.