Datenschutzkritik gegen Facebook reißt nicht ab

Es ist bei manchen Personengruppen schwierig bis unmöglich sie gänzlich zufrieden zu stellen. Zu dieser Gruppe gehören neben Tierschützern und Umweltaktivisten nun einmal auch Datenschützer.

Während von einer Seite die aktuellen Änderungen in den Privatsphäre-Einstellungen des sozialen Netzwerks Facebook ausdrücklich begrüßt und als Schritt in die richtige Richtung betrachtet werden, sehen andere Datenschützer das Konzept nicht konsequent genug umgesetzt.

Hauptkritikpunkt ist dabei, dass Facebook ebenso wie die meisten großen Unternehmen nach wie vor auf das Opt-Out-Verfahren setzt. Demnach müssten bestimmte Funktionen immer noch vom Benutzer selbst deaktiviert werden, will er die Weitergabe verhindern.

Die Absichten der Betreiber die Opt-Out nutzen ist einfach: Anwender sind im allgemeinen klickfaul. Wenn sie den Eindruck haben, die Voreinstellungen zur Weitergabe und Speicherung auf Servern wären sicher genug (und in dieser Meinung auch durch die positive Berichterstattung bestärkt), werden sie in den wenigsten Fällen eine weitere “Feinabstimmung” vornehmen, deren Konsequenzen dann tatsächlich die wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens stören könnten.

Sollte man seinen Account in einem solchen Social Network nicht aufgeben wollen, so besteht die effektivste Möglichkeit des Schutzes darin, lediglich das benötigte Minimum an Informationen zu veröffentlichen – und die Voreinstellungen sehr genau zu prüfen um diese dann ggf. entsprechend anzupassen.

Kommentare sind geschlossen.