Verwirrung nach Blockierung von Google

Am gestrigen Tag hatte es zunächst Zugangsprobleme bei mobilen Google-Diensten in China gegeben, zu einem späteren Zeitpunkt war sogar die gesamte Suchmaschine dort nicht erreichbar.

Der Suchmaschinenanbieter hatte daraufhin erklärt, es habe sich um ein kleines Eigenverschulden gehandelt – durch eine Änderung in den URLs der Suchanfragen seien diese von den Filtern der “Great Firewall” irrtümlich als Aufrufe des US-finanzierten Nachrichtensenders “Radio Free Asia” interpretiert und dadurch geblockt worden.

Erstaunlicherweise revidierte Google wenige Stunden später die gemachte Aussage, da die Änderungen welche angeblich das Problem verursacht hätten, bereits vor einer Woche gemacht worden seien und diesbezüglich bislang keinerlei Probleme aufgetreten wären.

Google äußerte nun seinerseits die Vermutung, dass es sich um eine Änderung an der chinesischen Zensurstruktur gehandelt habe, welche dann zeitweise Einfluss auf die Erreichbarkeit der Suchmaschine gehabt haben könnte. Für diese Theorie spricht auch, dass die Suchmaschine wenig später wieder völlig erreichbar war, ohne das Google nach eigenen Aussagen selbst irgendwelche Anpassungen oder Änderungen vorgenommen hatte.

Fazit des Zwischenfalls ist für Google: “Wir werden diese Sache weiter beobachten“.

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