Möglicherweise Internetverkehr nach China umgeleitet

Es mag ein Wiederaufleben des Stereotyps der “gelben Gefahr” sein, oder tatsächlich ein Anlass zur Sorge sein. Tatsache ist jedoch, dass vor allem Anbieter von Online-Angeboten in Chile und Amerika  verschiedene Beschwerden von Benutzern bekamen, die sich über Probleme beim Zugriff auf Webseiten beschwerten.

Bei den besonders betroffenen Seiten handelt es sich vor allem um Dienste die dem Web 2.0 zuzurechnen sind und der Kommunikation der Nutzer dienen, also auch soziale Netzwerke wie etwa facebook oder der Mikroblogging-Dienst Twitter.

Als Ursache für den Zwischenfall kam dann die Überlegung verschiedener Sicherheitsexperten auf, China könnte möglicherweise durch Änderungen in der Konfiguration der so genannten “Great Firewall” Teile des Internetverkehrs über chinesische Server umgeleitet haben. Das scheint für Laien eventuell schwer vorstellbar, ist aber gegenwärtig technisch machbar.

Allerdings kann diese Meldung eventuell auch gleich wieder entschärft werden. Während nämlich Dienste wie Twitter nur unter Schwierigkeiten zu erreichen waren, deuten andere Meldungen darauf hin, dass Angebote die eigentlich der chinesischen Zensur unterliegen und deren Zugriff daher geblockt sein sollten, kurzzeitig auch aus China heraus erreichbar gewesen sein sollen.

Ob es sich bei diesem Zwischenfall um eine Art Ruck bei der Anpassung der Internet-Firewall gehandelt hat, oder ob es eventuell zu einem Fehler kam ist bislang unbekannt.

Eventuell hat ja auch entgegen allen Erwartungen die chinesische Führung gar nichts mit den Geschehnissen zu tun und man hat sich lediglich auf ein neues Feindbild festgelegt. ;)

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