Kritik am Papypalzwang von eBay

Über die geplante Änderung der eBay-Richtlinien wurde bereits an mehreren Stellen berichtet – nun droht sie ein Streitpunkt zu werden. Seit dem gestrigen Donnerstag sind alle Verkäufer die eine geringe Zahl an Bewertungspunkten – festgelegt sind hier weniger als 50 Bewertungspunkte – aufweisen dazu verpflichtet, den Online-Bezahldienst Paypal als Zahlungsmöglichkeit anzubieten.

Diese Neuregelung sorgte auch unter deutschen eBay-Nutzern für einigen Unmut und führte zu zahlreichen Beschwerden über diesen Teil der Neuregelungen. Aus diesem Grund hat sich nun das Bundeskartellamt eingeschaltet, jedoch noch keine Ermittlungen oder gar ein formelles Verfahren eingeleitet

Wie Kay Weidner, Sprecher des Bundeskartellamts gegenüber der “Wirtschaftswoche” erklärte, sei eBay lediglich dazu aufgefordert worden, darzulegen, aus welchen Gründen der Zwang zur Paypal-Nutzung eingeführt wurde.

Als offiziellen Grund gibt eBay den Käuferschutz an. Die Käufer könnten bei Nichtlieferungen oder vergleichbaren Problemen mit dem Anbieter des Produkts in bestimmten Fällen ihre geleistete Bezahlung zurückerhalten. In Anbetracht der zahlreichen Negativberichte über den Bezahldienst, ist dies jedoch offensichtlich ein schwaches Argument.

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