Twitter entwickelt Zensurhack

Der Mikroblogging-Dienst Twitter hat angekündigt, seine Rolle als Zensur umgehendes Kommunikationsmittel weiter erhalten zu wollen. So waren etwa Informationen über die politischen Zustände und die damit verbundenen Übergriffe im Juni 2009 besonders über Twitter ins Ausland gelangt, nachdem die Berichterstattung durch professionelle Journalisten von der Regierung unterbunden worden war.

Ganz offensichtlich versucht das Unternehmen nun seinen Imagegewinn auszubauen, erklärte doch Firmenchef Evan Williams auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, man arbeite an einigen “interessanten Hacks” um die Zensurmaßnahmen von Regierungen umgehen zu können.

In seiner weiteren Rede klang ein gewisser, typisch amerikanischer Unterton mit, als er erklärte, die effektivste Lösung bestehe nicht im Versuch sich mit der Führung von Zensurstaaten zu arrangieren, da sich “deren ganzes Wesen sich gegen das richtet, was wir repräsentieren“, vielmehr müssten Umgehungsstrategien zur Überwindung von Zensurbarrieren gefunden werden.

Genauere Angaben wollte Williams nicht machen, da man den Geheimdiensten der entsprechenden Regierung die Gegenwehr nicht erleichtern wolle. Aus diesem Grund seien auch keine firmeneigenen Hacker mit der Aufgabe betraut worden.

Was sich hinter diesen Worten verbirgt – PR-Arbeit oder ernsthafte Absicht – bleibt abzuwarten.

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