Datenschutz-Suchmaschine nun auch mit Proxy

Die datenschutzfreundliche Metasuchmaschine Ixquick dürfte den meisten Internetnutzern zumindest namentlich bekannt sein. Neben den bisherigen Features wie dem weitgehenden Verzicht auf Speicherung von Nutzerdaten und einer optional wählbaren SSL-Verschlüsselung der Suchanfrage, hat das Unternehmen aus den Niederlanden nun sein Angebot zur Privatsphäre schonenden Suche weiter ausgebaut.

Auf Wunsch können künftig Webseiten aus Suchergebnissen auch per suchmaschineneigenem Ixquick-Proxy aufgerufen werden, so dass Daten wie etwa die IP des Nutzers dem Inhaber der Domain bzw. dem Webseitenbetreiber unbekannt bleiben und die Suche zumindest pseudonymisiert wird.

Wie bei anderen Proxydiensten auch, führt die Nutzung dieser Einstellung zu geringfügig längeren Ladezeiten, diese sind jedoch weit entfernt von dem Schneckentempo mit dem sich Verbindungen über das Tor-Anonymisierungsnetzwerk mitunter aufbauen.

Eine anonymisierende Suchmaschine zu nutzen bietet sich vor allem für jene Datenschutz-Einsteiger an, die noch nicht über ausreichend Kenntnisse zur Nutzung von Anonymisierungsdiensten wie I2P verfügen, jedoch bereits ein gewisses Maß an Privatsphäre schätzen.

Mehr Informationen zu diesem Thema allgemein finden sich natürlich mit dem entsprechenden Suchbegriff, es gibt aber auch ein mit deutschen Untertiteln versehenes YouTube-Video über die anonymisierende Suchmaschine Ixquick in dem der neue Proxy-Service vorgestellt wird.

Trotzdem sei an dieser Stelle gesagt, dass es keinen Dienst gibt der hundertprozentige Sicherheit oder Anonymität im Internet bieten kann und jedes anders lautende Versprechen irreführend ist.

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