Freies Softwareportal gegen die Freiheit

Der wichtigste Grundsatz freier Software lautet “Free as in Freedom” und umso bestürzender ist es, wenn mit Sourceforge ausgerechnet ein Portal für quelloffene Software angibt, diesem Grundsatz aufgrund lokaler Gesetze nicht mehr treu sein zu können.

Tatsächlich klingt es wie ein schlechter Scherz: Während die US-Außenministerin Clinton unter anderem von der Volksrepublik China unzensierten Internetzugang verlangt und in einer Rede den weltweiten freien Zugang zum Internet fordert, wird Benutzern aus bestimmten Ländern der Zugriff auf das in den USA gehostete Portal verwehrt.

Sourceforge bedauert in einem Blogeintrag die Sperrung von Zugriffen aus Kuba, dem Iran, Norkorea, dem Sudan und Syrien durchführen zu müssen, man beuge sich damit jedoch dem geltenden Gesetz der USA und dessen Regelung gegenüber den so genannten “Schurkenstaaten”.

Zur Lösung des Problems verweist man bei Sourceforge auf eine ungewisse Zukunft indem man erklärt, der Zugriff müsse gesperrt bleiben, bis sich die politische Führung der beteiligten Länder, oder die Haltung der USA gegenüber diesen Ländern geändert habe und die Regelung deswegen aufgehoben werden könne.

Ganz offensichtlich strebt Sourceforge also keinen Rechtsstreit gegen die US-regierung an, in dem für die Rechte der Nutzer, wie sie in der GNU GPL festgelegt sind, gekämpft werden würde.

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