Ungarn will offene Standards

Wenn Verwaltungen sich dazu entschließen, offene Standards einzuführen, ist das sehr erfreulich – umso mehr, wenn die entsprechenden Regelungen sogar gesetzlich vorgeschrieben werden.

Allerdings ist es in dieser Situation auch dementsprechend ungünstig, wenn sich die jeweiligen Stellen nicht darüber einig sind, wie “offene Standards” nun eigentlich zu definieren sind. So geschehen in Ungarn – doch der Reihe nach:

Durch einen Entschluss des ungarischen Parlaments, muss sowohl die Kommunikation zwischen öffentlichen Stellen wie Behörden, Verwaltungen, Anbietern öffentlicher Dienstleistungen untereinander, als auch jene mit den Bürgern, künftig unter Verwendung offener Standards stattfinden.

Ausgenommen hiervon sind Unternehmen, diese können sich jedoch freiwillig dazu entschließen, was im Sinne von Interoperabilität etc. auch durchaus Sinn macht.

Zu den aktuell noch zu diskutierenden Punkten gehört leider auch die Definition offener Standards. So scheint Uneinigkeit darüber zu herrschen ob Microsofts Format OOXML tatsächlich als “offen” gewertet werden kann (was schon in Anbetracht des unübersichtlichen Lizenzvertrags fragwürdig ist).

Bleibt zu hoffen, dass diese Punkte so schnell und vor allem weise wie möglich, geklärt werden.

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