Wut durch Online-Desorientierung

Ein Popup verdeckt die Webseite, Drop-Down-Menüs die auf und ab rollen, Werbebanner die blinken, unklare Strukturen – schlechte Webseiten auf denen die Toleranz und die Orientierungsfähigkeit der Besucher auf die Probe gestellt wird, gibt es trotz moderner Content-Management-Systeme immer noch mehr als genug.

Der Benutzer hat also berechtigten Grund zur Wut, wenn er sich nicht zurecht findet – und sagt es auch. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Bitkom unter 1005 Personen.

So gaben 30% der Befragten an, sie würden trotz des Eindrucks die gesuchte Information sei verfügbar, selbige nicht finden. Als besonders ablenkend nennen ein Drittel der Nutzer Elemente wie Banner, animierte Inhalte und Popups.

Interessant sind auch die statistischen Erhebungen zu Frustration und Aggression.

Das es so etwas wie die “Altersmilde” auch bei Online-Anwendern geben könnte, zeigt der unterschiedliche Verärgerungsgrad bei Jung und Alt. Während in der Altersgruppe von 14 -29 Jahren sich insgesam 29% nach eigenen Angaben sehr häufig sehr stark über den eigenen Computer ärgern, sind es bei den “Silver Surfern” ab 60 lediglich 10%

Weibliche Anwender sind offenbar cholerischer und verspüren regelmäßiger den Wunsch ihren PC aus dem Fenster zu werfen (23%), als männliche Nutzer, bei denen der Wunsch nur halb so stark ausgeprägt ist.

Doch BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer hat diesbezüglich einen wichtigen Rat um die gesundheitlichen Folgen von PC-Frust so gering wie möglich zu halten:

Wir empfehlen allen Nutzern dringend, von PC-Fensterwürfen Abstand zu nehmen, um Dritte nicht zu gefährden

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