Archiv für März 2010

Twitter mit neuen Funktionen Webseite

Mittwoch, 31. März 2010

Twitter hat seine bislang eher spartanische Startseite etwas verändert und ihr ein neues Homepagedesign verpasst. Diese Neustrukturierung soll nach Aussage der Entwickler im Twitter-Blog vor allem Twitter-Neulingen, die noch wenig Erfahrung mit dem Mikroblogging-Dienst haben, den Einstieg erleichtern.

Die am deutlichsten ins Auge fallende Änderung besteht in der zentralen Echtzeit-Präsentation der aktuellen Top-Tweets in Form eines vertikal verlaufenden Tickerbandes.

Am besten verschafft man sich jedoch selbst einen Überblick über die Neuerungen indem man die Domain bzw. Webseite von Twitter aufruft, oder den entsprechenden Eintrag im englischsprachigen Blog von Twitter nachliest.

Verwirrung nach Blockierung von Google

Mittwoch, 31. März 2010

Am gestrigen Tag hatte es zunächst Zugangsprobleme bei mobilen Google-Diensten in China gegeben, zu einem späteren Zeitpunkt war sogar die gesamte Suchmaschine dort nicht erreichbar.

Der Suchmaschinenanbieter hatte daraufhin erklärt, es habe sich um ein kleines Eigenverschulden gehandelt – durch eine Änderung in den URLs der Suchanfragen seien diese von den Filtern der “Great Firewall” irrtümlich als Aufrufe des US-finanzierten Nachrichtensenders “Radio Free Asia” interpretiert und dadurch geblockt worden.

Erstaunlicherweise revidierte Google wenige Stunden später die gemachte Aussage, da die Änderungen welche angeblich das Problem verursacht hätten, bereits vor einer Woche gemacht worden seien und diesbezüglich bislang keinerlei Probleme aufgetreten wären.

Google äußerte nun seinerseits die Vermutung, dass es sich um eine Änderung an der chinesischen Zensurstruktur gehandelt habe, welche dann zeitweise Einfluss auf die Erreichbarkeit der Suchmaschine gehabt haben könnte. Für diese Theorie spricht auch, dass die Suchmaschine wenig später wieder völlig erreichbar war, ohne das Google nach eigenen Aussagen selbst irgendwelche Anpassungen oder Änderungen vorgenommen hatte.

Fazit des Zwischenfalls ist für Google: “Wir werden diese Sache weiter beobachten“.

Yahoo bietet mehr Facebook Funktionen

Dienstag, 30. März 2010

Yahoo! fährt den bisherigen Kurs sein bestehendes Angebot durch die Implementierung von Social-Networking-Features aufzuwerten weiter fort. Die neuste Funktion ist dabei nur eine von vielen die in der Zukunft folgen sollen.

Künftig ist es Nutzern die sowohl über einen Account bei Yahoo! Mail als auch über ein Profil beim sozialen Netzwerk Facebook verfügen möglich, ihren Facebook-Status vom Postfach aus zu ändern. Voraussetzung dafür ist, dass der Benutzer bei beiden Diensten eingeloggt ist. Auch der direkte Aufruf von Facebook-Profilen des Versenders einer E-Mail ist ab sofort möglich.

Yahoo! erklärte außerdem, man werde über das ganze Jahr hinweg weitere Funktionen zur Interaktion mit Social Media Diensten in das eigene Angebot übernehmen, wie es bereits bei Twitter der Fall gewesen war.

Google mit P2P in Chatdiensten

Dienstag, 30. März 2010

Google erweitert die Möglichkeiten bei den Chatfunktionen von iGoogle und des Social Networks Orkut. Künftig können in einen gemeinsamen Chat involvierte Gesprächspartner eine Dateiübertragung per Peer-to-Peer Technologie nutzen.

Auch für Google Mail wird an einer entsprechenden Implementierung gearbeitet, alle wesentlichen Funktionen in den Chatdiensten werden über eine entsprechende Toolbar zur Verfügung gestellt.

Vorteil der Anpassung ist, dass Gesprächspartner im Chat nun nicht länger zu ihrem Mail-Account wechseln müssen, wenn sie sich Text- oder Bilddokumente zusenden wollen. Auch wird die Dateigrößenbegrenzung in Mailanhängen so umgangen

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch bislang noch: Google unterbindet den Versand ausführbarer Dateien (wie etwa den Windows-typischen .exe ). Das mag möglicherweise ein Sicherheits-Feature sein, dass gut gemeint, aber durchaus auch lästig sein kann.

Allerdings kann auch damit gerechnet werden, dass diese zeitweise Sperrung nur so lange andauert, bis die neue Funktion vollständig in Gmail integriert ist.

China blockiert partiell Googledienste

Dienstag, 30. März 2010

China scheint trotz, oder vielleicht gerade wegen, Googles Ausweich-Strategie der Domain nach Hongkong nicht in seinen Zensurbestrebungen nachzulassen, ganz im Gegenteil.

Wie Google auf einer eigens eingerichteten Informationsseite zur Verfügbarkeit seiner Dienste in China leicht verständlich anhand von Piktogrammen verdeutlichte, sind seit Sonntag einige der Dienste des Suchmaschinenriesen von China aus nicht mehr problemlos aufzurufen – dies gilt offenbar speziell für Mobilgeräte.

Googles Grafik zufolge sind demnach unter anderem Googles Videoportal YouTube sowie Blogger vollständig blockiert. Bei anderen Angeboten scheint es partielle Sperrungen zu geben.

Detailinformationen sind Googles Webseite zur Zugangsverfügbarkeit in China zu entnehmen.

EU-Kommissarin will Zugangssperren statt Kompetenz

Montag, 29. März 2010

Zuerst die Vorlage zur ineffektiven, unsinnigen und teuren Vorratsdatenspeicherung – nun liegen Pläne für Internet-Zugriffssperren in allen EU-Ländern auf dem Tisch. Angesichts eines derartigen Vorgehens auf EU-Ebene, scheint bei den zuständigen Stellen nicht nur jede Form von informationstechnologischer Kompetenz zu fehlen, offensichtlich sind die Proteste gegen Überwachungsmaßnahmen in EU-Mitgliedsländern wie Deutschland gänzlich irrelevant und ohne politische Bedeutung für die Führung der EU.

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström
erklärte in einem FAZ-Interview, Zugriffssperren in ganz Europa wären durchaus sinnvoll. Am heutigen Montag wird ein entsprechender Richtlinienentwurf vorgelegt werden. Darin enthalten sind die üblichen Behauptungen über die schwierige Löschbarkeit von kinderpornographischen Inhalten, weshalb Internetsperren durchaus ihre Berechtigung hätten.

Somit gäbe es zwar dann die EU-weite Verpflichtung zur Sperrung dieser Inhalte, freundlicherweise würde jedoch die Option geboten “Die Mitgliedstaaten sollen selbst entscheiden, auf welchem Weg sie dieses Ziel am beste erreichen“.

Angesichts der nationalen Proteste in Mitgliedsländern wie Deutschland sollte sich die EU-Innenkommissarin als erstes die Frage stellen, ob die Mitgliedstaaten solch eine unsinnige, antidemokratische und weitgehend wirkungslose Maßnahme überhaupt haben wollen.

Spam wird freiwillig geöffnet

Montag, 29. März 2010

Schwer vorstellbar aber wahr: Fast die Hälfte aller in einer Studie befragten Nutzer öffnet bewusst E-Mails die bereits durch Absender oder Titel als Spam erkenntlich sind.

Das Klischee von der leichtsinnigen Jugend scheint in diesem Fall auch bestätigt zu werden, sind es doch vor allem die unter 35-jährigen, die ein solches Sicherheitsrisiko eingehen – dabei würde man eigentlich von dieser Altersgruppe mehr Kompetenz erwarten.

Der sorglose Umgang verwundert allerdings weniger, wenn man im weiteren Verlauf Zahlen präsentiert bekommt, welche belegen, dass der Großteil der Benutzer sich nicht für die E-Mail-Sicherheit selbst verantwortlich fühlt, sondern diese Pflicht ihren Providern und der Anti-Virensoftware-Industrie zuschiebt.

Die Spam-Mails werden in der Mehrzahl allerdings nicht geöffnet, weil das Angebot besonders gut erscheint (gerade einmal 15% interessieren sich für ein beworbenes Produkt), sondern weil die Benutzer der irrigen Ansicht sind, durch Klick auf den meist vorhandenen “Abbestellen”-Link in der Mail, würde man sich für künftigem Spam schützen.

Grundlage der Studie der MAAWG ist eine Befragung von 3716 Benutzern die im Januar 2010 in Nordamerika und Westeuropa durchgeführt worden war.

Es wird ein englischsprachiger Direktdownload der MAAWG Spam-Verhaltensstudie angeboten.

Chinas Direktiven zur Googleberichterstattung

Freitag, 26. März 2010

Wie bei anderen politisch sensiblen Themen hat die chinesische Regierung auch im aktuellen Fall des Google-Konflikts den lokalen Medien ein Regelwerk zukommen lassen, in dem Art und Umfang der Berichterstattung geregelt sind.

So wird als ausschließliche Nachrichtenquelle zur Berichterstattung entsprechendes Material auf staatlich geprüften Medien-Websites zur Verfügung gestellt, andere Recherchen, besonders in Form von investigativem Journalismus sind verboten. Jede Form von Sonderberichterstattung ist untersagt, die Einholung von Expertenmeinungen bedarf einer entsprechenden Genehmigung.

Das es sich dabei nach demokratischem Verständnis nicht um “unabhängige” Experten handelt, dürfte jedem klar sein. ;)

Möglicherweise Internetverkehr nach China umgeleitet

Freitag, 26. März 2010

Es mag ein Wiederaufleben des Stereotyps der “gelben Gefahr” sein, oder tatsächlich ein Anlass zur Sorge sein. Tatsache ist jedoch, dass vor allem Anbieter von Online-Angeboten in Chile und Amerika  verschiedene Beschwerden von Benutzern bekamen, die sich über Probleme beim Zugriff auf Webseiten beschwerten.

Bei den besonders betroffenen Seiten handelt es sich vor allem um Dienste die dem Web 2.0 zuzurechnen sind und der Kommunikation der Nutzer dienen, also auch soziale Netzwerke wie etwa facebook oder der Mikroblogging-Dienst Twitter.

Als Ursache für den Zwischenfall kam dann die Überlegung verschiedener Sicherheitsexperten auf, China könnte möglicherweise durch Änderungen in der Konfiguration der so genannten “Great Firewall” Teile des Internetverkehrs über chinesische Server umgeleitet haben. Das scheint für Laien eventuell schwer vorstellbar, ist aber gegenwärtig technisch machbar.

Allerdings kann diese Meldung eventuell auch gleich wieder entschärft werden. Während nämlich Dienste wie Twitter nur unter Schwierigkeiten zu erreichen waren, deuten andere Meldungen darauf hin, dass Angebote die eigentlich der chinesischen Zensur unterliegen und deren Zugriff daher geblockt sein sollten, kurzzeitig auch aus China heraus erreichbar gewesen sein sollen.

Ob es sich bei diesem Zwischenfall um eine Art Ruck bei der Anpassung der Internet-Firewall gehandelt hat, oder ob es eventuell zu einem Fehler kam ist bislang unbekannt.

Eventuell hat ja auch entgegen allen Erwartungen die chinesische Führung gar nichts mit den Geschehnissen zu tun und man hat sich lediglich auf ein neues Feindbild festgelegt. ;)

Neues Design von YouTube als möglicher Werbeträger

Freitag, 26. März 2010

Über verschiedene Neuerungen, Funktionen und grafische Anpassungen bei Googles Videoplattform YouTube kann man sicher geteilter Meinung sein. Meist hatte es sich bislang jedoch nur um vergleichsweise kleine Details gehandelt, die verändert wurden.

Regelmäßige YouTube-Nutzer werden es jedoch bereits seit einigen Tagen bemerkt haben: YouTube wirkt nun fast ein wenig, als wäre ein Werbeblocker am Werk – sind doch die Rahmen um viele Elemente praktisch verschwunden und somit an den Seiten viel freie Fläche vorhanden. Auch der Beschreibungstext zum Video ist direkt unter dem Player platziert worden.

Zumindest die Umgestaltung der Kommentarfunktion macht durchaus Sinn: Nachdem festgestellt worden war, dass Benutzer bei der Bewertung eines Videos wenig differenziert vorgehen und beliebten Videos meist sowieso volle Punktzahl vergeben, ist die Vergabe von Sternchen als Bewertungselement abgeschafft und durch ein einfacheres “Daumen hoch/runter” ersetzt worden.

Man mag vom neuen Design halten was man will – es könnte jedoch der Verdacht aufkommen, dass dem Wunsch der Benutzer, die Videoseite solle wieder voller und weniger leer wirken schließlich entsprochen wird – indem man die ungeliebten Leerflächen mit Anzeigen füllt.