Archiv für Januar 2010

AOL kauft StudioNow

Dienstag, 26. Januar 2010

AOL, das Unternehmen dass sich eigentlich mit Berichten über die eigene Verschlankung in die Medien gebracht hat, überraschte nun mit der Meldung, man habe den Videodienst StudioNow übernommen.

Die “Restrukturierung” hält AOL also offensichtlich nicht davon ab Start-Up Unternehmen wie StudioNow  für die Summe von 36,5 Millionen US-DOllar zu schlucken, um dessen Technologie auf der eigenen Multimedia-Domain von Seed.com zu integrieren, woran gearbeitet werden wird.

Papst ruft zur Internetnutzung auf

Montag, 25. Januar 2010

Urbi et orbi et internetum” – könnte so bald der Segen des Papstes aussehen? Wenn auch nicht ganz so virtuell, so rief Papst Benedikt XVI anlässlich des gestrigen Mediensonntags dazu auf, das Internet stärker für die Verbreitung des christlichen Glaubens zu nutzen.

Die Forderung nach Priester-Blogs und Online-Videos als Mittel für diesen Zweck zu nennen mag noch angehen, viele Internetnutzer dürften jedoch den Vergleich des Internets als “Vorhof der Heiden” des biblischen Tempels in Jerusalem, der denjenigen Raum böte, denen Gott noch ein Unbekannter sei, zumindest als unpassend empfunden haben.

Man mag der Wortwahl mehr oder weniger empfindlich gegenüberstehen, in anderen Punkten wie etwa der Tatsache, dass viele das Netz nur als Mittel zur Selbstdarstellung betrachten würden, anstatt es produktiv zu nutzen, kann man dem Papst jedoch durchaus zustimmen.

Tatsache ist jedoch, dass andere Glaubensgemeinschaften bereits die Möglichkeiten des Internets intensiver nutzen. So existiert etwa mit der Treeleaf Sangha eine buddhistische Gemeinschaft die nur über das Internet verbunden ist und die in der Vergangenheit auch Aktivitäten in der Online-3D-Welt von “Second Life” organisierte.

Passenderweise wird dann auch der  44. katholische „Welttag der sozialen Kommunikationsmittel“ in Deutschland am 12. September unter dem Motto folgenden Motto stattfinden: „Der Priester und die Seelsorge in der digitalen Welt – die neuen Medien im Dienst des Wortes

Hacker nutzen Geheimdienst-Backdoor

Montag, 25. Januar 2010

Wer bewacht die Wächter?” lässt der römische Dichte Juvenal in seinen “Satiren” fragen und eine ähnliche Frage musste sich nun auch die US-Regierung stellen lassen – allerdings weiter weniger poetisch.

Der bekannte Security-Experte Bruce Schneier erklärte nämlich, die USA hätten den chinesischen Hacker-Angriffen praktisch Vorschub geleistet – und zwar durch ihre eigenen Überwachungsbestrebungen.

In der Tat ist jeder Telekommunikationsanbieter in den USA durch den “Patriot Act” (ein Überwachungsgesetz, das im Zuge der Geschehnisse vom 9/11 beschlossen wurde) verpflichtet, den US-Geheimdiensten entsprechende “Hintertüren” einzurichten, damit diese die Kommunikation überwachen können.

In einem Gastkommentar auf der Webseite von CNN soll Bruce Schneier erklärt haben, genau eine solche “Regierungs-Backdoor” sei im Falle der Google Mail Attacke von den chinesischen Hackern ausgenutzt worden.

Dies zeige, dass genau diese Überwachungsmaßnahmen in Wirklichkeit Sicherheitsrisiken darstellen würden, durch die Cyber-Kriminelle an sensible Daten gelangen könnten.

Ob diese Erklärungen von Schneier irgendeine Wirkung auf die amerikanische Regierung und deren Sicherheitspolitik haben werden ist jedoch fraglich.

Google Chrome mit Google Voice

Montag, 25. Januar 2010

Der Suchmaschinenanbieter Google erweitert die Funktionen seines Browsers Google Chrome auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise – nämlich um eine Implementierung des eigenen VoIP-Dienstes Google Voice.

Erkennt der Browser eine Telefonnummer auf einer Webseite, so wird diese künftig in Form eines Hyperlinks dargestellt. Damit ist gewissermaßen die “Telefonverbindung per Klick” möglich, da das anklicken des jeweiligen Links dem Benutzer per Pop-Up die Möglichkeit bietet, aus verschiedenen Anrufarten zu wählen und mit Auswahl der passenden dann den Anruf durchzuführen.

Zwar gibt es noch einige “Kinderkrankheiten”, die für die Chrome Extensions zuständigen Entwickler versichern jedoch, an deren Lösung werde bereits gearbeitet.

Stagnationsbeginn im Twitterwachstum

Donnerstag, 21. Januar 2010

In einer aktuellen Analyse mit dem Titel “State of the Twittersphere” wird eine statistische Verlangsamung im Wachstum des populären Mikrobloggingdienstes Twitter festgestellt.

Die durchschnittliche Zahl an Followern sei zwar im Vergleich zu Monaten des Vorjahres gestiegen und auch die prozentuale Zahl der Twitternutzer außerhalb der USA habe zugenommen – der Gesamtanstieg bliebe jedoch hinter den Spitzenzahlen des Vorjahres zurück. Allerdings soll die Untersuchung auch methodische Mängel aufweisen, weshalb diese Aussagen mit Vorsicht zu sehen sind.

Microsoft nun mit Schnellpatch

Donnerstag, 21. Januar 2010

Microsoft kündigte an, den dringend erwarteten Patch bereits heute am 21. Januar zu veröffentlichen. Das Unternehmen reagiert damit auf die Empfehlung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bis zur Schließung der kritischen Sicherheitslücke auf andere Browser auszuweichen, was bei den Browsern Firefox und Opera die Downloadzahlen auf den Servern in die Höhe schießen lies.

Neben dem bekannten Datenleck behebe der Patch auch weitere Schwachstellen die  Microsoft zufolge jedoch nicht von Kriminellen ausgenutzt worden waren.

Kritik an neuer Firefox-Version

Donnerstag, 21. Januar 2010

Wie in verschiedenen Quellen am Vortag angekündigt ist nun die aktuelle Firefox-Version 3.6 und damit die erste der 3.6er Reihe erhältlich.

Neben den verschiedenen Neuerungen wie dem “Personas” genannten Theme-System und der Unterstützung von Vollbild-Darstellung bei Videoformaten wie Theora die mit dem HTML-Tag “Video” gekennzeichnet sind und über deren Nutzen diskutiert werden kann, gibt es jedoch auch bereits erste Bedenken was den Datenschutz der neuen Firefox-Generation angeht.

Nicht nur das wie bisher die Anti-Phishing-Listen von den Mozilla-Servern abgerufen werden, nun sollen auch anonymisierte Zugriffsdaten über den Download von Personas-Skins erhoben werden, um die Beliebtheit einzelner Skins besser bestimmten zu können. Auch die Erkennung von veralteten oder sogar schädlichen Add-Ons soll über einen Abgleich mit dem Mozilla-Server geschehen.

Auch wenn dies alles im Namen von Komfort und Sicherheit geschieht – ein datenschutzfreundlicher Browser sieht vermutlich für viele anders aus. Es wird allerdings vermutlich nicht lange Dauern bis auf privaten Domains zum Thema Firefox und Datenschutz Informationen zum Abstellen dieser Funktionen gefunden werden können.

Googles Zensurempörung als Rückzugsvorwand

Mittwoch, 20. Januar 2010

Googles Zensurempörung als Rückzugsvorwand

Googles Ankündigung, sich Chinas Zensur nicht länger beugen zu wollen und sich ggf. aus Protest unter anderem mit der Suchmaschine vom chinesischen Markt zurückzuziehen, wurde von Menschenrechtlern gelobt und als positives Zeichen gewertet.

Ganz anders fällt die Reaktion von Chinas größtem E-Commerce-Anbieter Alibaba aus – und zwar deutlich hämischer.

Jack Ma, Gründer und Chef von Alibaba erklärte, Googles Protest stelle einen Vorwand dar um sich ohne Imageverlust vom chinesischen Markt zurückziehen zu können. Dieser habe sich durch die heimische Konkurrenz von Baidu und Co als wenig attraktiv erwiesen.

Ob diese Behauptungen nun stimmen, oder es sich nur um böswilligen Spott handelt ist unsicher – allerdings erscheint es mehr als zweifelhaft, dass Google sich ausgerechnet vom wirtschaftlich interessanten chinesischen Wirtschaftsmarkt, dem trotz globaler Krisen eine starke Wachstumsquote nachgesagt wird, zurückziehen und das Feld der Konkurrenz überlassen wird.

Firefox 3.6 kommt

Mittwoch, 20. Januar 2010

Eigentlich nur eine Kurznotiz: Aller Voraussicht nach wird Firefox in der Version 3.6 bereits am 21. Januar 2010 erscheinen. Wie üblich ist jedoch davon abzuraten, sofort zu aktualisieren, da sich erfahrungsgemäß bereits kurze Zeit nach der Veröffentlichung noch einmal kleinere Fehler finden lassen, die dann gepatcht werden müssen.

Trotz aller Begeisterung über die neue Funktionalität empfiehlt sich also eine gewisse Zurückhaltung.

Firefoxdownloads dank BSI

Mittwoch, 20. Januar 2010

Wie die Mozilla Foundation meldet, profitiert das Unternehmen von der Warnung des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Benutzung des Internet Explorers, solange dieser noch eine kritische, nicht geschlossene Lücke aufweist.

Nachdem bereits der proprietäre Konkurrent Opera steigende Downloadzahlen gemeldet hatte, bestätigte nun auch das Firefox-Entwicklerteam es seien zwischen Freitag und Montag rund 300.000 mehr Downloads des Browsers gezählt worden als gewöhnlich.

Außerdem warnt das BSI auch vor der Nutzung von Microsofts E-Mail-Client Microsoft Outlook, da eine HTML-Bibliothek namens mshtml.dll betroffen ist. Diese Meldung könnte dann, trotz schneller Patchversprechen, auch zu steigenden Downloads von Mozilla Thunderbird beitragen, der bereits seit langem als ernsthafte Alternative zu Microsofts Produkten genannt wird,