Archiv für Dezember 2009

Guten Tweet – Twitter zwitschert deutsch

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Es werde daran gearbeitet war die letzte aktuelle Information zum Thema und nun ist es tatsächlich endlich soweit: Twitter präsentiert sich ab sofort auch in deutscher Sprache.

Twitter verdankt seine Multilingualität vor allem seinen Nutzern, die in entsprechenden Teams für die Übersetzung des Dienstes sorgen und daher sei an dieser Stelle allen Beteiligten für ihre Arbeit gedankt.

Somit gehört Deutsch nun neben Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Spanisch zu den Sprachen, in denen der Mikrobloggingdienst verfügbar ist. durch die Mehrsprachigkeit sollen vermutlich auch mehr Nutzer für den Dienst gewonnen werden. Eventuell handelt es sich auch um einen Versuch, das Ungleichgewicht zwischen aktiven Autoren und passiven Lesern zu beheben.

Mozilla Marktplatz

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Die Mozilla willl sich in stärkerem Maß von Google unabhängig machen, dafür sprechen unter anderem auch die Gespräche zum Thema Bing. Problematisch bleibt in jedem Fall die Finanzierung, ist Google doch der Hauptsponsor von Mozilla.

So gehören die Pläne, Entwickler von Add-Ons nicht mehr nur die Möglichkeit zu geben, spenden per Papypal zu erhalten, sondern programmierte Add-Ons den benutzern des Mozilla Firefox verkaufen zu können, möglicherweise mit zu dieser Strategie.

In welcher Weise die Browsernutzer auf diese Entwicklung reagieren werden, immerhin sollen erste Versuche bereits 2010 erfolgen, ist noch nicht klar – eventuell riskiert Mozilla mit dieser neuen Preispolitik jedoch, Nutzer an andere kostenlose Browser wie etwa Google Chrome zu verlieren.

Mobiles Bing

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Am 16.12. erschien wie zuvor bereits erwartet, die Mobilversion von Microsofts Suchmaschine Bing als App für das iPhone. Nach dem kostenlosen Download im App Store, ist die Anwendung sofort funktionsbereit und präsentiert sich dabei in gewohnter Optik.

Besonders vorteilhaft sind dabei die sprachgesteuerte Suche, sowie die Einbindung des Kartendienstes Bing Maps, der auf Wunsch des Nutzers auch touristische Sehenswürdigkeiten, öffentliche Institutionen oder Gastronomiebetriebe im Umfeld anzeigt.

Einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass bei Bing, ebenso wie bei den anderen Marktführern, die Filterfunktion für erotische Inhalte auf einfache Weise deaktiviert werden kann.

Im Vergleich zur Startphase der Microsoft-Suchmaschine, in der die Zensur von Begriffen wie “Strumpfhose” kritisiert worden war, ist nun der einzige ernsthafte Kritikpunkt ausgerechnet die Tatsache, dass die Filterfunktion für erotische Inhalte auf einfache Weise deaktiviert werden kann.

Top Twitter Trends 2009

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Nach den großen Suchmaschinen hat nun auch der Mikroblogging-Dienst Twitter die Top 10 seiner diesjährigen Tweets und Schlagworte veröffentlicht und verschafft somit einen Überblick, welche Interessen die Benutzer besonders interessiert und bewegt haben.

Das Research Team bei Twitter gliedert die Darstellung recht übersichtlich in verschiedenen Gruppen. Da es keinen Grund dazu gibt, die gesamte Liste hier noch einmal zu publizieren, verweise ich mit dem folgenden Link auf die Liste der Top Twitter Trends 2009.

Nur einige Informationen in der Zusammenfassung: meist diskutierte Person war der Auswertung zu folge der in diesem Jahr verstorbene “King of Pop”, Michael Jackson, Unter den Filmen war “Harry Potter” das prominenteste Thema und im Bereich der Technologie schien “Google Wave” am meisten die Gemüter zu bewegen.

Adventszeit ist Elektrizitätszeit

Dienstag, 15. Dezember 2009

Die Weihnachtszeit ist sicherlich in mehreren Punkten paradox – es soll hier allerdings nicht um Fragen zur Herkunft von Weihnachtsmann, Weihnachtsbaum und Co gehen.

Nun sind die Wintertage ja auch Kerzensaison und so sind allernorten Kerzen am brennen. Dennoch ist der Energieverbrauch gewaltig – leuchten in den Dekorationen der Fenster eben meist keine Stearinerzeugnisse mehr, sondern Produkte moderner Eelektrotechnik.

Lichterketten in Geschäften und heimischen Weihnachtsbäumen lassen es romantisch und weihnachtlich wirken – treiben aber gleichzeitig Stromkosten in die Höhe und die Umweltbilanz nach unten.

Was liegt da also näher, als dem freundlichen IT’ler von nebenan ein paar nützliche Geschenke unter den Baum zu legen – wie wäre es etwa mit einer stromsparenden Steckerleiste mit Überspannungsschutz?

Da strahlen Nachbar, Geldbeutel und Umwelt mindestens genauso wie die Lichterkette :)

Mögliche GPL-Verletzung führt zu 14 Klagen

Dienstag, 15. Dezember 2009

Die Freie-Software-Bewegung zeigt immer wieder, dass sie durchaus ernst zu nehmen ist – Unternehmen die gegen Bedingungen von Lizenzen wie der GNU GPL verstoßen merken dies spätestens, wenn das Schreiben vom Anwalt ins Haus flattert.

Im aktuellen Fall ist jedoch nicht lediglich ein einziges Unternehmen betroffen. Insgesamt 14 Elektronikunternehmen haben jüngst eine Klageschrift erhalten. Unter ihnen befinden sich auch Größen wie Samsung, JVC und der US-Ableger von Robert Bosch.

Klage führend ist das Software Freedom Center (SFLC), Gegenstand der Klage ist die Verwendung der GPL-lizensierten Unix-Toolkits “BusyBox” in den firmeneigenen Produkten, ohne Offenlegung des Quellcodes. Damit liegt in diesem Fall vermutlich ein Lizenzverstoß gegen die GNU GPL v2 vor.

Man habe zunächst versucht ohne Klage die Herausgabe des Quellcodes einzufordern, aufgrund mangelhafter Bereitschaft, sei der juristische Schritt jedoch notwendig geworden (ein wohltuendes Gegenbeispiel zum Abmahnwahn mancher Firmen). Im Zusammenhang mit der Klage wird auch Schadenersatz eingefordert.

Wie das ganze ausgehen wird ist noch unklar, besonders bei US-Lizenzstreitigkeiten darf man sich jedoch auf längere Wege über mehrere Instanzen gefasst machen.

URL-Kürzung bei Google und Facebook

Dienstag, 15. Dezember 2009

Trotz der Pleite mindestens eines Short-URL-Dienstes haben sich Facebook und Google unabhängig voneinander aufgemacht, mit dem Versuch, die Hoheitsgebiete des altehrwürdigen TinyURL und des Twitter-Lieblings Bit.ly zu erobern.

Beide Dienste verwenden dafür, in mittlerweile anscheinend bewährter Weise, die kryptischen Domains fb.me bzw. Goo.gl

Diese werden jedoch bis auf weiteres nicht auf öffentlichen separaten Webseiten verfügbar sein, sondern lediglich innerhalb des eigenen Angebots. Während dies bei Facebook im Wesentlichen das mobile Portal umfasst, sind bei Google der Feedburner-RSS-Dienst und die Google Toolbar bis auf weiteres hauptverwendungszweck.

Google bietet dem Benutzer dabei den Mehrwert, dass die Links überprüft und bei Verdacht auf einen suspekten Link der Benutzer vor dem Zugriff auf eine potentiell schädliche Webseite führen könnte, warnt. Eine Ausweitung auf weitere Angebote des Unternehmens sind durchaus in Planung.

Etwas lächerlich wirken diese Sprachverstümmlungen schon und man mag sich fragen, ob in Zukunft Domains wie MMIX.AD (lat. “2009″ ;) ) aus aller Herren Länder auch vermehrt außerhalb der URL-Shortener-Szene zu finden sein werden – es bleibt jedenfalls nicht zu hoffen.

Surfer bestehen auf Kostenfreiheit

Montag, 14. Dezember 2009

Die Bereitschaft der Internetnutzer für netzinhalte zu zahlen ist gering, wie die Vertreter von Gewerbe und Industrie immer wieder beklagen. Diese Angaben werden durch Studienergebnisse des Marktforschungsinstituts GfK belegt in deren Umfrage insgesamt 16.800 personen aus 16 europäischen Ländern und den Vereinigten Staaten zu ihrer Meinung befragt worden waren.

So gaben gerade einmal 13 Prozent der privaten Internetnutzer an, sie wären bereit für entsprechende Inhalte und Dienstleitungen wie E-Mail oder Nachrichten zu bezahlen.

Der Wille, für die Nutzung von Diensten im Netz Geld auszugeben ist also gering, allerdings sind Surfer durchaus bereit für kostenlose Angebote zumindest Werbung in Kauf zu nehmen – vermutlich mit dem Gedanken, diese durch entsprechende Mittel blockieren zu können. ;)

Am bereitwilligsten zur Zahlung sind dabei noch Schweden, Niederländer, Briten und Amerikaner, während sich Rumänen, Polen und Spanier besonders uneinsichtig zeigen, was jedoch vielleicht auch an den finanziellen Verhältnissen dieser Länder liegen mag.

Wenig verwunderlich ist jedoch, dass Internetnutzer die bereits Online-Finanzdienstleistungen oder Erotikangebote in Anspruch genommen haben, über einen größeren Zahlungswillen verfügen, als andere Nutzer.

Facebook-Privatsphärenprobleme

Montag, 14. Dezember 2009

Facebook hat erst vor kurze Zeit damit geworben, die Einstellungen zur Privatsphäre seien nun intuitiver und der Benutzer hätte nun mehr Übersicht über die wichtigen Funktionen zum Schutz seiner Privatsphäre. Auch seien die entsprechenden Einstellungen praktisch selbsterklärend und leicht zu handhaben. Dennoch ist auch bei der neuen Konfiguration durchaus vorsicht geboten.

So kann beispielsweise bei den Beschränkungen, welche Benutzer Einsicht in das Profil nehmen dürfen, die Wahl des Menüpunkts “Alle” (…man hat ja schließlich nichts zu verbergen :| ) unangenehme Folgen haben

Alle” bezieht sich nämlich keineswegs nur auf “alle Benutzer von Facebook” sondern auf “alle Internetnutzer” (inkl. Suchmaschinenbots) die dann das Profil sogar ohne bei Facebook registriert zu sein, einsehen können.

Das kann unter anderem auch dazu führen, dass Phishing-Attacken personalisierter und damit vertrauenswürdiger sind – wenn der Benutzer nun etwa mit seinem Namen angesprochen, oder ihm zu seinen Geburtstag gratuliert wird (samt infizierter Grußkarte versteht sich)

Da es bekanntermaßen praktisch unmöglich ist, einmal im Netz vorhandene Informationen wieder spurenlos zu löschen, sollte man sich also genau überlegen, welche Daten man bei Facebook und Co preisgibt, welche Einstellungen man wählt – und ob man dort wirklich angemeldet sein muss. ;)

Die IDns sind da

Freitag, 11. Dezember 2009

Seit gestern ist es Inhabern einer .eu Domain möglich, internationalisierte Domainnamen (IDNs) mit nicht-lateinischem Zeichensatz zu verwenden, wie sie etwa in Skandinavien üblich sind.

Dochuch wenn in Deutschland bereits seit fünf jahren Umlaut-Domains registriert werden dürfen, gingen die ersten zehn IDNs nach Deutschland:

  • ärzte.eu
  • bücher.eu
  • büro.eu
  • börse.eu
  • ferienhäuser.eu
  • flüge.eu
  • küche.eu
  • müller.eu
  • öl.eu
  • reisebüro.eu

Es bleibt abzuwarten, welche Rolle die IDN künftig in der verbreitung von Spam und Schadsoftware spielen werden.