Archiv für Dezember 2009

Sichere Weihnachtspost

Dienstag, 22. Dezember 2009

In Anbetracht der kommenden Weihnacht und der Neujahrstage sei an dieser Stelle noch einmal deutlich vor gefährlichem Spam per E-Mail und in sozialen Netzwerken gewarnt. Nicht jeder, der einem “Happy Christmas” wünscht und per URL auf eine Grußkarte verweist, hat tatsächlich gutes im Sinn.

Daher noch einmal kurz einige Kriterien:

  • E-Mails von unbekannten Absendern, sollten nun, vor und während der Feiertage, besonders kritisch gesehen werden.
  • kein seriöser Anbieter von Online-Grußkarten versendet selbige im Anhang einer Mail. Demzufolge gilt hier, Finger weg.
  • Auch bei vermeintlich bekannten E-Mail-Adressen lieber zweimal hinsehen. Ist die Anrede zu allgemein (”mein lieber Freund“) oder der Absender zu schwammig (”von einem Freund“) kann man von einem Betrug ausgehen.
  • Sind E-Mails in schlechtem Deutsch verfasst, oder weisen andere verdächtige Merkmale auf (Wiederholungen, Aufforderungen…), ist einem mit löschen vermutlich am meisten geholfen.

Mit der Befolgung dieser Ratschläge und dem Gebrauch des gesunden Menschenverstands kann man dann auch ruhigen Gewissens nicht nur eine gute, sondern auch eine sichere Weihnacht wünschen. ;)

Twitter mit erstem Gewinn

Dienstag, 22. Dezember 2009

Obwohl Twitter bislang ein kostenloser Dienst ist, vermeldet das Unternehmen nun Gewinn in nicht gerade geringer Höhe – wenn man den beiden anonymen Quellen vertraut, auf deren Aussagen sich Business Week beruft.

Dem entsprechenden Artikel zufolge, hat der Mikroblogging-Dienst unter anderem durch die Abkommen mit Google und Microsoft über die Nutzung von Tweets in den Suchmaschinen der beiden Unternehmen, insgesamt 25 Millionen US-Dollar an Einnahmen erzielt. Dabei sollen jeweils 15 von Google und 10 von Microsoft stammen.

Der Gewinn ergibt sich jedoch nicht nur aus den Einnahmen – zusätzlich konnten, wie der Artikel berichtet, die laufenden Kosten gesenkt werden, da Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen sich nun auf günstigere Konditionen bei entsprechenden Verhandlungen einlassen würden.

YouTube kürzt belgisch

Dienstag, 22. Dezember 2009

Google hat einen, Facebook hat einen und nun auch YouTube - mittlerweile bietet fast jedes große Angebot seinen Nutzern einen Kurz-URL-Dienst.

Und ähnlich wie bei goo.gl greift auch YouTube auf eine ausländische Domain zurück: Im Fall von youtu.be also auf eine belgische.

Zwar fällt hier die Kürzung der URL nicht so deutlich aus, wie etwa bei bitly, im Gegenzug ist jedoch der Benutzer in der Lage, sich anhand der sichtbaren ID des Videoclips zu vergewissern, dass es sich tatsächlich um ein YouTube-Video handelt.

Dem Benutzer ist es allerdings nicht möglich “mal eben” beliebige Links zu konvertieren – hierfür ist die Mitgliedschaft in einem sozialen Netzwerk wie Twitter notwendig, sofern man die Änderung nicht händisch vornehmen will.

Bei der manuellen Anpassung von YouTube-Links wird der vordere Teil der URL durch die Kennung des Kurz-URL-Dienstes ersetzt.

Aus:

http://www.youtube.com/watch?v=hgFvpMRMKgQ

wird so die Kurz-URL:

http://youtu.be/hgFvpMRMKgQ

Evangelische Weihnachten am PC

Montag, 21. Dezember 2009

Weihnachten hat zwar längst nicht mehr für alle die ursprüngliche religiöse Bedeutung, ein traditionelles Familienfest ist es jedoch bis heute meist geblieben.

Wo sich die gesamte Familie, möglicherweise über mehrere Generationen hinweg zusammenfindet, treffen oft auch Welten aufeinander und es zeigt sich mitunter
sogar eher eine Kluft als Gemeinsamkeiten in der Familie.

Das hat offenbar auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erkannt und so rief deren Medienbeauftragter Oberkirchenrat Markus Bräuer die älteren Generationen dazu auf, gemeinsam mit ihren Kindern und Enkeln zu spielen – ach an Computer und Spielekonsole:

Spielen Sie selbst, und spielen Sie mit Ihren Kindern oder Enkeln! Auch wenn Sie wahrscheinlich dauernd verlieren werden, es macht Spaß

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. :D

Gerüchte um VoIP-Anbieter Jajah

Montag, 21. Dezember 2009

Bislang haben sich Gerüchte über Fusionen und Übernahmen von Firmen im IT-Bereich oft als wahr erwiesen, auch wenn zunächst keine der beteiligten Parteien diesbezüglich definitive Aussagen machen wollte.

Genau so könnte es sich jetzt mit den Meldungen über einen möglichen Kauf des VoIP-Anbieters Jajah, der als realistischer Konkurrent zu Skype gilt, durch die Telefónica-Tochter und Telekommunikationsanbieter O2 verhalten.

Ursprünglich hatten sich auch Cisco und Microsoft an einem Kauf interessiert gezeigt.

Selbstverständlich äußerten sich weder O2 noch Jajah zum möglichen Kauf für den ein Kaufpreis von 200 Millionen Dollar festgelegt worden sein soll.

Ungarn will offene Standards

Montag, 21. Dezember 2009

Wenn Verwaltungen sich dazu entschließen, offene Standards einzuführen, ist das sehr erfreulich – umso mehr, wenn die entsprechenden Regelungen sogar gesetzlich vorgeschrieben werden.

Allerdings ist es in dieser Situation auch dementsprechend ungünstig, wenn sich die jeweiligen Stellen nicht darüber einig sind, wie “offene Standards” nun eigentlich zu definieren sind. So geschehen in Ungarn – doch der Reihe nach:

Durch einen Entschluss des ungarischen Parlaments, muss sowohl die Kommunikation zwischen öffentlichen Stellen wie Behörden, Verwaltungen, Anbietern öffentlicher Dienstleistungen untereinander, als auch jene mit den Bürgern, künftig unter Verwendung offener Standards stattfinden.

Ausgenommen hiervon sind Unternehmen, diese können sich jedoch freiwillig dazu entschließen, was im Sinne von Interoperabilität etc. auch durchaus Sinn macht.

Zu den aktuell noch zu diskutierenden Punkten gehört leider auch die Definition offener Standards. So scheint Uneinigkeit darüber zu herrschen ob Microsofts Format OOXML tatsächlich als “offen” gewertet werden kann (was schon in Anbetracht des unübersichtlichen Lizenzvertrags fragwürdig ist).

Bleibt zu hoffen, dass diese Punkte so schnell und vor allem weise wie möglich, geklärt werden.

Microsoft bingt um das Namensrecht

Freitag, 18. Dezember 2009

Microsoft kriegt möglicherweise juristische Probleme, weil der Name der Suchmaschine Bing eventuell bestehende Namensrechte verletzt.

Die Anwälte der Designfirma “Bing Information Design” weisen darauf hin, dass ihre Mandanten die Marke Bing bereits seit dem Jahr 2000, also fast zehn Jahren verwenden und entsprechende Anträge eingereicht wurden, um die Marke “Bing” zu registrieren.

Sie führen außerdem an, die Gründer der Firma John Telford und Brian Williamson hätten Zeit, Aufwand und Geld investiert um sich mit ihrer Firma auf dem Markt zu profilieren. Durch die Verwendung des Namens Bing durch einen Konzern wie Microsoft, sei der Wert für PR und Werbung der Designfirma jedoch zunichte gemacht worden.

Nach Angaben von Microsoft liegt noch keine Klageschrift vor, habe von den Vorgängen jedoch aus den Medien erfahren und warte nun die folgenden Schritte von Bing Information Design ab.

Nutzlose Firefox-Personae

Freitag, 18. Dezember 2009

Mozilla hat nun die Version 2.0 seines “Personas” Projekts veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein Add-On, dass es ermöglicht, den oberen und unteren Bereich des Firefox-Browsers grafisch zu ändern und ihm mit einem entsprechenden Motiv ein neues Aussehen zu verleihen. Das Aussehen der Bedienelemente des GUI bleibt davon unberührt, ebenso wie Dialogboxen und Hinweisfenster.

Der Benutzer kann zu diesem Zweck aus eine Sammlung von aktuell 38.000 dieser “Persona Themes” wählen und eigene erstellen, wenn er über die entsprechenden Kenntnisse verfügt.

Der Sinn und Nutzen von “Personas” ist praktisch gleich null
.
Es handelt sich lediglich um eine grafische Spielerei.

In Anbetracht der Tatsache, dass der Firefox-Browser in einer Studie als unsicherste Software des Jahres 2009 den ersten Platz belegt, sollte den Entwicklern bei Mozilla künftig eher daran gelegen sein, die Sicherheit des Browsers zu optimieren, anstatt Funktionen ohne Mehrwert zu entwickeln.

Unnötig zu erwähnen, das bei quelloffener Software meist generell mehr Fehler öffentlich bekannt werden, als bei den proprietären Konkurrenzprodukten, die durchaus mehr Sicherheitsmängel enthalten können, diese Informationen jedoch unveröffentlicht bleiben.

Manipulation bei Twitter

Freitag, 18. Dezember 2009

Gestern gab der Mikroblogging-Dienst Twitter bekannt, sein Dienst sei nun auch in deutscher Sprache verfügbar, heute hatte er mit einem Sicherheitsproblem zu kämpfen.

Tatsächlich hatten Unbekannte unter dem pathetischen Namen “Iranian Cyber Army” die DNS-Anfragen an den Twitter-Server manipuliert, so dass Personen, welche die Webseite twitter.com aufriefen auf eine andere weitergeleitet wurden, wo die Gruppe ihren “Hack” verkündete.

Die Frage, auf welche Weise die DNS-Anfragen manipuliert wurden, blieb bislang unbeantwortet und auch über das Motiv der Tat lässt sich nur spekulieren.

Möglicherweise handelt es sich um ultra-nationalistische Kräfte, welche die Tweets mit Informationen über die politische Situation im Iran stören wollten. Selbstverständlich kann es sich aber genauso gut um bloßen Vandalismus ohne politischen Hintergrund handeln.

Die Probleme sollen nun behoben und die Webseite wie gewohnt verfügbar sein.

Der Online-Weihnachtsgruß

Donnerstag, 17. Dezember 2009

Weihnachten ist schon nah und so wird es auch Zeit sich um die Festtagsglückwünsche bei Verwandten, Bekannten und Freunden zu kümmern.

Selbstverständlich halten jedoch auch hier moderne Kommunikationsmethoden Einzug und so verwundert es nicht, dass sich neben der selbst gebastelten Weihnachtskarte eines Enkels, auch Weihnachts-E-Mails ihren Weg zum Empfänger finden.

Dabei ist die “Tradition” der E-Mail zumindest bei Internetnutzern im Teenager-Alter bereits wieder überholt, als Kommunikationsmittel um seinen Dank gegenüber Onkel und Tanten für die erhaltenen Geschenke auszudrücken reicht es jedoch noch.
Demzufolge ist auch die Zahl der Weihnachts-Grußmails eher rückläufig.

Beliebtestes Mittel um Gruß und gute Wünsche auszudrücken ist jedoch nicht die SMS, auch wenn diese weiterhin beliebt ist, sondern nach wie vor die gute alte Weihnachtskarte, sei sie nun selbst gefertigt oder gekauft. Leider ist jedoch auch hier die Tendenz stark abnehmend.

Es kann also nichts schaden traditionelles Handwerk zu pflegen und seine Grußkarten selbst zu gestalten (und damit meine ich nicht die Auswahl im Design-Menü einer Webseite ;) )