Archiv für November 2009

Börsenpläne für Twitter

Dienstag, 24. November 2009

Ähnlich wie bei anderen kostenlosen Angeboten, hat auch Twitter seine Schwierigkeiten damit, langfristig Gewinne zu generieren. Allerdings ist das für den Mikroblogging-Anbieter bislang kein besonderes Problem, verfügt er doch über großzügige Investoren.

Trotzdem ist Twitter natürlich an der Schaffung eigener Einnahmequellen interessiert – und schließt zu diesem Zweck auch einen möglichen Börsengang nicht aus. Wie Biz Stone, Mitbegründer des Unternehmens erklärte, habe man ausreichend Zeit um diese Entscheidung zu fällen.

Das Schreiben schwarzer Zahlen um ein langfristig bestehendes Unternehmen zu bleiben sei jedoch von Vorrang. Sollte es keine Alternative geben, so ist ein Börsengang durchaus eine brauchbare Idee, zuvor wolle man jedoch alle möglichen anderen Konzepte ebenfalls in Betracht gezogen haben.

Google schluckt Teracent

Dienstag, 24. November 2009

Da Google sich mit Adwords und Adsense vornehmlich aus Anzeigenwerbung finanziert, ist es wenig verwunderlich, wenn der Suchmaschinenbetreiber auch bei anderen Unternehmen nach erfolgversprechenden Technologien Ausschau halten.

Aus eben diesem Grund wurde nun bekannt, dass Google das Start-Up-Unternehmen Teracent übernehmen wird, die Übernahme soll noch in diesem Quartal abgeschlossen werden.

Google zeigt Interesse an eine von Teracent entwickelte Technik, mit der eine Echtzeit-Erstellung von Werbeeinblendungen unter Berücksichtigung von Standort und Sprache des Internetnutzers, wenn er die Webseite aufruft.

Außerdem kann die entsprechende Technologie gezielt Produkte hervorheben, und Werbung zeitlich und örtlich genauer festlegen (”Heute das Nikolaus-Angebot des Domainhosters in Berlin mit besonders günstigen Domains“).

Google sieht ein deutliches Potential – die bisherige Zusammenarbeit von Teracent mit dem Google-Konkurrenten Yahoo! dürfte dann allerdings ein Ende finden.

Google Earth mit Werbung

Dienstag, 24. November 2009

Google generiert einen nicht geringen Teil seiner Einnahmen durch Werbeangebote. Daher ist es nahe liegend, wenn Google nun auch in seine eigenen Angebote Werbung einblendet.

So nun geschehen bei Google Earth wo Anzeigen aus Googles Adsense Programm den Benutzer erwarten. Allerdings muss der Anwender nun keine Angst vor riesigen, die Karte verdeckenden Bannern haben. Ganz in alter Tradition blendet Google lediglich Textanzeigen ein – und das auch nicht direkt über eine Sehenswürdigkeit, sondern in der Ergebnisleiste auf der linken Seite und somit deutlich sichtbar, ohne den Nutzer zu stören.

Bemerkenswert ist jedoch, dass sich diese Anzeigen nicht durch konventionelle Werbeblocker ausblenden lassen, weshalb an mehreren Stellen auch Gerüchte aufkamen, ob eventuell auch das neue Betriebssystem Google Chrome OS mit vergleichbarer Technologie auszustatten um auf diese Weise das kostenlose Betriebssystem für das Unternehmen finanziell rentabel zu machen.

Twittern Totgesagte länger

Montag, 23. November 2009

Während die einen den Aufschwung und das Potential des Mikroblogging-Dienstes Twitter bejubeln, sehen andere ihn bereits auf dem absteigendem Ast.

Neben dem ungleichen Verhältnis zwischen regelmäßig aktiven Twitterern und passiven, lediglich konsumierenden Followern, tragen mittlerweile auch andere Faktoren zu einem Rückgang der Nutzerzahlen bei. Verschiedene Ursachen des möglicherweise einsetzenden Twitter-Sterbens werden diskutiert.

Als wichtiges Argument gilt hierbei die Zunahme von Spam und unerwünschter, als lästig empfundener Werbung, denn ähnlich wie bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken, gibt es auch bei Twitter bislang keine effektive Anti-Spam-Strategie.

Bei diesem Hintergrund wundert es um so mehr, dass Twitter vor einiger Zeit durch eine Änderung seiner Nutzungsbedingungen auch den Versand von Werbe-Tweets zugelassen hat. Fast scheint es so, dass der Mikroblogging-Dienst nun an den einst viel gepriesenen Möglichkeiten für Marketing und Werbung scheitern könnte.

Sollte Twitter also tatsächlich in der Versenkung verschwinden, wäre es ein weiteres Zeugnis für die Inkompatibilität von freien sozialen Netzen und wirtschaftlichen, Gewinn orientierten Strukturen.

Rebranding von AOL

Montag, 23. November 2009

Nachdem America Online (AOL) aus dem Time Warner Konzern ausgegliedert wurde, ist AOL nun dabei sich ein neues Image zu schaffen um künftig auch als unabhängiges Unternehmen erfolgreich auf dem Markt agieren zu können.

Damit verbunden ist auch ein Rebranding von AOL. Als einer der ersten Schritte, wird das Unternehmen sein bisheriges Logo durch ein gänzlich neues ersetzen.

So wird der AOL-Schriftzug künftig immer mit einem Punkt hinter dem Firmennamen sowie einem “A” in Großschrift auftreten. Im Gegensatz zur festen textlichen Anpassung, soll allerdings der jeweilige grafische Hintergrund flexibel bleiben und so die Dynamik des neuen alten Unternehmens zu betonen.

Die öffentliche Vorstellung des neuen Markenzeichens soll parallel zum Börsenstart am 10. Dezember stattfinden.

Bing mit Wikipedia-Feature

Montag, 23. November 2009

Das Suchmaschinen in ihren Ergebnissen auch Einträge der Wikipedia anzeigen ist nicht ungewöhnlich – ungewöhnlich sind jedoch die neuen Funktionen mit denen Microsofts Suchmaschine Bing die Enzyklopädie einbindet.

So wird zu jedem Artikel zusätzlich eine Sidebar auf der rechten Seite angezeigt, in der man direkt durch Sprungmarken auf relevante Teile des Dokuments gelangen kann. Auch die separate Implementierung der Bilder in der Sidebar ist klar von Vorteil.

Da es das Feature wie bislang bei Bing üblich, nur in der US-Version gibt, sind in der Regel auch die Wikipedia-Ergebnisse englischsprachig. Nichtsdestotrotz eine sinnvolle und zeitsparende Funktion.

Ob der Benutzer nun Wikipedia als qualitativ hochwertige Informationsquelle betrachtet, bleibt natürlich ihm selbst überlassen.

Yahoos Pläne mit Twitter

Freitag, 20. November 2009

Mittlerweile hat Yahoo! nicht nur das neue, wesentlich aufgeräumtere Layout auch für seine deutschsprachigen Nutzer zur Verfügung gestellt, sondern kündigte darüber hinaus noch weitere Schritte zur Verbesserung seines Angebots an.

Als nächster Schritt ist nun offenbar bei Yahoo! geplant, den Kurznachrichtendienst Twitter in das eigene Nachrichtenangebot einzubinden und dadurch das eigene Nachrichtenportal zu popularisieren.

Den bisherigen Berichten zufolge, soll dann künftig als Reaktion auf eine Suchanfrage neben Fenstern mit Fotos, Nachrichten und Videos auch eines aufgerufen werden, das eine Weiterleitung zu einer Twittermeldung mit Themenbezug darstellt.

Ähnliche Pläne zur Nachrichtenintegration von Tweets bestehen auch bei den Konkurrenten Google und Microsoft.

Skype-Verkauf abgeschlossen

Freitag, 20. November 2009

Man mochte fast ausrufen “Es ist vollbracht“, als bekannt wurde, dass der Rechtsstreit um Skype beigelegt und der Verkauf des VoIP-Dienstes nun endgültig in trockenen Tüchern zu sein scheint.

Nicht nur, dass die Investorengruppe den Löwenanteil erhält, auch Joltid, das Unternehmen der beiden Skype-Gründer ist wieder mit im Boot. Selbige erhielten 14% der Skype-Anteile und ziehen in den Aufsichtsrat ein. Im Gegenzug verzichten sie auf die Rechte an der P2P-Technologie die Grundlage von Skype ist und aufgrund derer es bis zuletzt Lizenzstreitigkeiten gegeben hatte. Gerade einmal 30 Prozent verbleiben bei eBay.

Gewinner dabei ist definitiv eBay. Nicht nur, dass das Online-Auktionshaus endlich einen Großteil des bislang finanziell wenig erfolgreichen VoIP-Dienstes los ist – neben der Barzahlung von 1,9 Milliarden US-Dollar ist man durch eine Schuldenverschreibung von 50 Millionen US-Dollar noch zusätzlich aus dem Schneider.

Verbesserungen bei Google Earth

Freitag, 20. November 2009

Google bleibt auch außerhalb seiner klassischen Online-Angebote nicht untätig und so wurde nun auch eine weitere Neuerung, diesmal bei Google Earth bekannt.

So soll der Abdeckungsgrad von Städten mit vollständigen 3D-Modellen gesteigert werden, diesbezüglich findet auch eine Kooperation zwischen Google und den zuständigen Regierungen statt, welche Google mit eigenen Modellen unterstützen können.

Die allgemeine Qualität der Darstellung der 3D-Modelle wurde bereits verbessert. Zu sehen sind diese Verbesserungen allerdings bislang lediglich bei fünf Städten im US-Bundesstaat Kalifornien.

YouTube Sprache zu Text

Freitag, 20. November 2009

Seit das Videoportal YouTube die Möglichkeit bietet, die eigenen Videos mit Bildtexten zu versehen, wird davon auch zunehmend Gebrauch gemacht. Manchmal fällt diese Nutzung auch geradezu inflationär aus und man hat das Gefühl, statt des Videos eher Werbung zu sehen.

Nun wird, unter Verwendung der gleichen Technologie wie bei Google Voice ein neues Feature in YouTube eingeführt, das jedoch wie so oft, zunächst nur für die englische Sprache zur Verfügung stehen wird.

Künftig soll YouTube über die Spracherkennungstechnologie den gesprochenen Text erkennen und in Bildtexte umsetzen können.

Eine zweite, neuartige Funktion ist dagegen bereits verfügbar und kann bei Interesse genutzt werden, allerdings ebenfalls nur für das Englische. Bei diesem Feature handelt es sich um ein Auto-Timing für Bildtexte.

Benutzer können jetzt auf Wunsch ihre Bildtexte für das Video zunächst selbst verfassen und im Anschluss daran als Textdatei an YouTube überweisen. Der geschriebene Text wird dann automatisch mit der Sprache synchronisiert.

Diese Funktionen könnten unter Umständen auch für Computer-Anwender mit Gehörproblemen interessant sein, vermutlich werden sie jedoch lediglich zur Erstellung weiterer enervierender Texte verwendet werden.