Archiv für November 2009

US-Suchbegriffe des Jahres

Montag, 30. November 2009

Weltweit neigt sich das Jahr dem Ende zu und so ist es nicht mehr nur Weihnachtszeit, sondern erfahrungsgemäß auch die Jahresendsaison der Statistiken.

Mit dem Global Language Monitor und Microsofts Suchmaschine Bing haben zwei US-amerikanische Stellen ihre Listen mit den beliebtesten Suchbegriffen des Jahres 2009 veröffentlicht.

Der Global Language Monitor, der nach eigenen Angaben zur Ermittlung seiner Werte einen selbst entwickelten Algorithmus Namens “Predictive Quantities Indicator” verwendet, kommt demnach auf die folgenden Top Ten (ich habe mir die Freiheit genommen selbst zu kommentieren, anstatt die US-Version zu übersetzen):

  1. Twitter
    was 140 Zeichen schaffen können
  2. Obama
    als Präsident immer als Thema gut
  3. H1N1
    die Schweinegrippe für politisch Korrekte
  4. Stimulus
    finanzieller Anreiz für lahmende Wirtschaft
  5. Vampire
    Dachte man an “Twilight” oder an Bankenvorstände?
  6. 2.0
    Auch mit Statistik 2.0 nicht tot zu kriegen
  7. Deficit
    wirtschaftlich, nicht geistig
  8. Hadron
    Amerikaner Interessiert, wie schnell Europas Teilchen beschleunigen
  9. Healthcare
    Gesundheitswesen in den USA? Zumindest war es Diskussionsthema des Senats
  10. Transparency
    Politik ist nun mal so durchschaubar wie Milchglas

Eine ausführlichere darstellung (inklusive der Suchbegriffe des Jahrzehnts) findet sich auf der englischsprachigen Webseite des Global Language Monitors.

Bei Bing sah die Aufstellung erwartungsgemäß ähnlich aus.

Platz eins belegt der King of Pop “Michael Jackson“, gefolgt von “Twitter“, selbiges liegt somit vor “Swine Flu” (Schweinegripppe). Auf vier findet sich dann der “Stock Market“.

Außerdem scheint es bei Bing das Jahr der verstorbenen Stars gewesen zu sein – liegen auf den Plätzen fünf und sechs doch “Farrah Fawcett” und “Patrick Swayze“.

Auf den Plätzen sieben und acht folgten mit “Cash for Clunkers” und “Jon and Kate Gosselin” die amerikanische Form der Abrackprämie sowie eine Reality Show.

Auf dem vorletzten Platz dann mit  “Billy Mays” noch einmal ein Verstorbener und last but not least vervollständigt das Entführungsopfer “Jaycee Dugard” die Liste der Bing-Suchbegriffe 2009.

Suchbegriffe des Jahres bei Yahoo Deutschland

Montag, 30. November 2009

Nun ist es Dezember und wie jedes Jahr gegen Ende desselben, werden allerorten Analysen und Statistiken zu den vergangenen Monaten veröffentlicht.

So liegen nun auch die Zahlen zu den liebsten deutschsprachigen Suchbegriffen bei der Suchmaschine Yahoo! vor.

Wenn nun getreu dem Motto “The Internet is for P…” nach entsprechenden Suchbegriffen auf den ersten drei Plätzen sucht, der irrt: “Erotik” schaffte es zwar unter die Top Ten aber nur auf den sechsten Platz. Damit liegt Sie noch hinter den Allerweltsbegriffen “Telefonbuch” und “Horoskop“.

Am Ende der Top Ten landeten der sportive “Body Mass Index“, das gewinnträchtige “Lotto“, die elektronische Post in Form der “Mail” und vermutlich angesichts der Jahreszeit wenig verwunderlich die “Grußkarte“.

Wer sind nun aber die Spitzenreiter?

Auf Platz drei findet sich die “Wikipedia“. Unverändert blieb “Routenplaner” auf Platz zwei und des Deutschen liebster Suchbegriff, ist wohl auch Deutschlands häufigstes Gesprächsthema – der herzliche Glückwunsch geht ebenso wie im Vorjahr an das “Wetter“.

Wer weitere Zahlen ansprechend und übersichtlich präsentiert bekommen will, findet sie auf der Webseite “Yahoo! Top-Suchen 2009

Twitter Premium in Japan

Freitag, 27. November 2009

TechCrunch ist als Webseite sowohl für Technologie-Informationen als auch für erstaunlich zutreffende Gerüchte bekannt. Wenn nun dort gemeldet wird, dass Twicco, der japanische Ableger des populären Mikrobloggingdienstes Twitter plant, mit Premium-Accounts zu experimentieren, dann will das einiges heissen.

Inhabern eines Premium-Accounts soll es demnach ermöglicht werden, ihren Followern Tweets erst gegen monatliche Zahlungen zugänglich machen zu können. Diese könnten dann etwa per Kreditkarte eingezogen werden.

Fragwürdig an dem Modell ist jedoch, dass in diesem Fall die Follower zur Kasse gebeten würden und so mancher Twitternutzer wird sich in einem solchen Fall sicher genau überlegen, welche Tweets denn überhaupt ihr Geld wert wären.

Wie bereits erwähnt findet sich die entsprechende englischsprachige Meldung in voller Länge im TechCrunch-Artikel zu Twitter Premium Accounts in Japan

Jugendliche schätzen Online-Shopping

Freitag, 27. November 2009

Online-Shopping wird besonders bei der jungen Generation immer populärer, dass jedenfalls legen die diesjährigen Zahlen der Studienreihe zu “Jugend, Information, Multi-Media” (JIM) nahe.

So haben, den Ergebnissen der JIM-Studie zufolge, bereits 60% der Kinder und Jugendlichen von 12-19 Jahre Online-Käufe getätigt (bei Minderjährigen dürfte dabei die Aufsicht durch eine entsprechende Person vorgelegen haben).

Die beliebtesten Produktgruppe ist hierbei Bekleidung. Interessanterweise tendieren mehr männliche als weibliche Benutzer zum Online-Kauf – möglicherweise ist das gemeinsame “Shopping” mit einer Freundin als soziales Element wichtiger, als die Bequemlichkeit.

Neben Kleidung gehören auch Medien wie Bücher, DVDs und MP3s zu den bliebtesten Angeboten, ebenso wie übriger Technologiebedarf, Hardware und Spielesoftware.

Weitere Zahlen finden sich im Download der JIM Studie 2009 (PDF-Format).

Sicherheitsberatungsresistenz

Freitag, 27. November 2009

Jeder, der einem Kollegen oder Bekannten zum x-ten mal das System neu aufsetzen musste, weil es durch eine Infektion mit Schadsoftware unbrauchbar geworden war, wusste es bereits seit langem: Der durchschnittliche Computernutzer ist resistent gegen jeden noch so gut gemeinten Sicherheitsratschlag.

Dieses Erfahrungswissen wurde nun auch offiziell zumindest teilweise anerkannt. Cormac Herley, Mitarbeiter im Team von Microsoft Research hat nun ein Thesenpapier zum Thema Beratungsresistenz bei Sicherheitsratschlägen verfasst.

Das Thesenpapier mit dem Titel: “So Long, and No Thanks for the Externalities: the Rational Rejection of Security Advice by Users” steht in seinem Profil bei Microsoft Research als PDF-Datei zum Download zur verfügung.

Link: Cormac Herleys Profil
Link: Direktdownload des PDF

Für Personen die des Englischen mächtig sind, eventuell durchaus interessant.

Das Thema IT-Arbeitsmarkt

Donnerstag, 26. November 2009

Das Thema der IT-Arbeitsplätze scheint aktuell aus den Online-Medien nicht wegzudenken zu sein, dabei sind die Meldungen höchst unterschiedlicher Art.

Zum einen wird in Artikeln über Reportagen zum Thema gesundheitliche Risiken durch Überarbeitung im IT-Bereich berichtet. Zum anderen werden aktuelle Studien zitiert, welche, je nach Quelle, die Lage auf dem Arbeitsmarkt beurteilen.

Während einige Online-Artikel vor allem den großen Bedarf an IT-Fachkräften hervorheben und die steigende Zahl an freien Stellen, wird in anderen genau dieser Fakt negativ gesehen: Zwar gäbe es Angebote für einige tausend Fachleute, allerdings seien diese schwer zu finden, tatsächlich herrsche sogar ein Mangel an qualifizierten Kräften.

Wie dem auch sei – ob das Thema nun ein Lückenfüller ist, oder sich als ernsthaftes Reportagegebiet erweist – auf alle Fälle wird deutlich welch wichtige Stellung Fachleute rund um Domains, Server und Co haben.

COO von Skype geht

Donnerstag, 26. November 2009

Nachdem der Investorenstreit um die ehemalige eBay-Tochter Skype (das Unternehmen hält nur noch einen relativ geringen Anteil am VoIP-Anbieter) beigelegt ist, tut sich auch personell etwas.

So wird der Posten des Chief Operating Officer neu zu besetzen sein, da Scott Durchslag, der bisherige COO von Skype seinen Platz räumt um bei einem anderen Unternehmen tätig zu werden. Die Verantwortung für die entsprechenden Aufgabenfelder sollen künftig mehreren Führungskräfte gemeinsam tragen.

Skype-Sprecher Brian O’Shaughnessy äußerte sich, wie in solch einem Fall üblich, ausnahmslos positiv über den scheidenden Mitarbeiter.

Microsoft mit WUDT im Bauch

Donnerstag, 26. November 2009

Peinlich für Microsoft. Nicht allein, dass ein USB/DVD Download Tool für Windows 7 unabsichtlich die Bedingungen der GPL verletzte, da entsprechender Quellcode implementiert worden war und das Unternehmen nach einer entsprechenden Prüfung gezwungen war, das hauseigene Tool ebenfalls unter der GPL anzubieten – nun verzögert sich die Veröffentlichung des Programms auch noch.

Ursache hierfür sei laut Peter Galli, Open Source Community Manager des Unternehmens, dass noch einige Tests durchgeführt werden müssten, wodurch sich die Wartezeit weiter verlängert. Ursprünglich hätte das Programm bereits im Laufe der vergangenen Woche erscheinen sollen.

Google in Farbe und bunt

Mittwoch, 25. November 2009

Benutzern von Werbeblocker-Software oder der Firefox-Erweiterung Adblock Plus werden sich unter Umständen nicht einmal mehr der Tatsache bewusst sein, dass Google Werbung in Form von Textanzeigen einblendet – wurden diese bislang doch zufriedenstellend geblockt.

Jetzt geht Google jedoch einen Schritt weiter und es seinen Werbekunden ermöglichen auch Grafiken in die Anzeigen einzubinden, oder sogar ein entsprechendes Video zu schalten.

Während Google sowohl für seine Kunden als auch für die Nutzer seiner Suchmaschine deutliche Vorteile sieht:

  • der potentielle Käuer bekommt einen Eindruck von der Ware,
  • durch Einbindung von Google Maps kann das Geschäft lokalisiert
  • per Videofunktion durch Trailer auf Kinoereignisse hingewiesen werden

läutet nach Ansicht vieler bisheriger Google-Nutzer damit den eigenen Untergang ein.

Die schlanke übersichtliche Suchmaschine werde durch die Möglichkeit der Werbeüberfrachtung für User unattraktiv und damit einen der größten Vorteile gegenüber der Konkurrenz bewusst fallen lassen.

Andere Suchmaschinen könnten in Folge durch ihre sinnvollen Funktionen (Microsofts Bing) oder durch ihr minimalistisches Design (Metager2, Ixquick nach Anpassung der Oberfläche) in ungeahnter Weise beim Surfer punkten.

Facebook mit Börsenvorbereitungen

Mittwoch, 25. November 2009

Die weltweit erfolgreichste Social Community Facebook trifft Vorkehrungen, die auf einen geplanten Börsengang hindeuten. Ähnlich wie der Suchmaschinengigant Google vor seinem damaligen Börsengang, kündigte nun auch Facebook an, eine 2-Klassen-Aktienstruktur einzuführen.

Demnach sollen die bisherigen Inhaber von Aktien bevorzugt werden, indem sie so genannte Class-B-Aktien erhalten. Diese garantieren ihnen höhere Stimmrechte gegenüber neuen Aktienkäufern, die lediglich Class-A-Aktien erhalten.

Damit sichert sich auch Facebook-Gründer Mark Zuckerberg einen festen Sitz im Sattel, ebenso wie andere hochrangige Mitglieder in Facebooks Führung.