Archiv für Oktober 2009

YouTube und GEMA

Freitag, 30. Oktober 2009

YouTube und GEMA haben nach wie vor keine Einigung in dem Streit um die Bezahlung von Musikvideos erreichen können. Hatte der ursprüngliche Plan beider Streitparteien bislang darin bestanden, die rechtlichen Fragen bis Ende Oktober geklärt zu haben, so verlängern sich die Verhandlungen nun auf unbestimmte Zeit.

Die Gesprächen seien jedoch insgesamt konstruktiv gewesen, als eines der ersten Resultate war es bereits zu einem Treffen zwischen GEMA-Chef Harald Heker und Google-Europachef Philipp Schindler gekommen.

Amazon mit PayPhrase

Freitag, 30. Oktober 2009

Die zahlreichen Phishing-Versuche bei Kunden von Online-Bezahldiensten, dürften der Grund sein, weshalb sowohl Bezahldienste als auch Händler an Weiterentwicklungen der bestehenden Sicherheitsmaßnahmen arbeiten, ohne dass dabei der Komfort für den Kunden auf der Strecke bleibt.

Amazon hat nun das Konzept der “PayPhrase” vorgestellt, das Amazons Bezahlsystem sicherer machen soll.

Neben einer vierstelligen PIN, muss der Benutzer nun auch einen Satz – die Passphrase – wählen. Um die Sicherheit zu erhöhen muss diese aus mindestens zwei Wörtern ohne Nummern bestehen.

Nicht nur praktisch, sondern ebenfalls die Sicherheit erhöhen soll der Umstand, dass auch bei weiteren Online-Händlern, sofern sie das “Checkout“-Bezahlsystem von Amazon verwenden, die PayPhrase funktionieren soll.

Als Vorteil der Methode wird genannt, dass die Finanzdaten und Kreditkarteninformationen nicht an andere Händler übermittelt werden, so dass ein Abfangen dieser Daten durch Kriminelle erschwert wird.

Kaspersky mit Twitter-Schutz

Freitag, 30. Oktober 2009

Weshalb Kurzlinks in Tweets gefährlich sein können, muss sicher nicht ausführlich erklärt werden. Vermutlich ist trotzdem eine große Zahl von Twitter-Usern nach wie vor nachlässig oder unvorsichtig, wenn es um entsprechende Tweets und Nachrichten geht.

Längst nicht jeder Nutzer überprüft daher die Links auf ihre Unbedenklichkeit, bevor er sie anklickt.

All diesen nachlässigen Twitterer will Kaspersky als Hersteller von Sicherheits-Software nun helfen und hat dementsprechend ein neues Sicherheitstool vorgestellt.

Das Tool dessen Name “Krab Krawler” an eine Anwendung für den KDE-Desktop denken lässt, überprüft nach Angaben des Herstellers jede auf Twitter veröffentlichte Nachricht auf enthaltene URLs, um die verlinkten Seiten anschließend auf möglicherweise schädliche Inhalte hin zu analysieren.

Als leitender Malware-Analyst bei Kaspersky schätzt Costin Raiu die Zahl der URLs die täglich auf Twitter überprüft werden auf 500.000, damit liegt die Quote der Tweets die Links enthalten bei etwa 26%. Insgesamt würden zwischen 100 und 1000 davon auf gefährliche Webseiten verweisen.

Pagerank-Update vor Halloween

Freitag, 30. Oktober 2009

Es scheint, als hätte Google es unbedingt noch in den Oktober quetschen wollen, und so ist es nun da: das vierte Updates von Googles PageRank im Oktober 2009.

Was hat sich geändert? Nun, im Wesentlichen muss das jeder Webmaster selbst wissen: Wo stand die eigene Domain vorher und welchen PageRank hat sie nun?

Falls der PR gestiegen oder gar gefallen ist, gilt es die Gründe dafür zu ermitteln. Gab es größere Umstrukturierungsmaßnahmen an der Seite, Aktualisierungen, oder wurde zwischenzeitlich ein (un-)vorteilhafter Linkpartner gefunden?

Ob das Update nun ein vorgezogener gruseliger Halloween-Horror geworden ist, oder eine freudvolle Einleitung in den November – mit den richtigen Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) lässt sich so manche Verbesserung bewerkstelligen.

Weitere Microhoo-Verhandlungen

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Die Medienberichte lassen es zwar so erscheinen, tatsächlich sind die Verhandlungen zwischen den Suchmaschinenbetreibern Microsoft und Yahoo! längst noch nicht in trockenen Tüchern. Tatsächlich kündigten beide Unternehmen an, die entsprechenden, bereits laufenden Verhandlungen würden verlängert.

Man sei sich über das Abkommen einig, diesbezüglich gäbe es auch keine Zweifel. Lediglich Details müssten noch geklärt werden, was aber in Anbetracht einer solch umfassenden Zusammenarbeit nicht ungewöhnlich wäre und keinen Grund für Spekulationen darstelle, wie Vertreter beider Unternehmen erklärten.

Als bisheriger Stichtag war der 27. Oktober 2009 angesetzt worden.

Twitter-Phishing

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Sobald eine Anwendung oder ein Dienst populär wird und weite Verbreitung findet, wird er automatisch ein attraktives Ziel für Kriminelle und wie wiederholte Meldungen zeigen, ist auch der Mikroblogging-Dienst Twitter immer wieder davon betroffen.

Auch im jüngsten Fall warnt das Unternehmen vor Phishing-Versuchen:

Direktnachrichten mit nichtssagendem Text enthalten einen Link durch die der Benutzer auf eine gefälschte Twitter-Login-Seite geleitet werden soll, um dort bei einem vermeintlichen Login die Zugangsdaten zu stehlen.

Dieser Trick wird nicht zum ersten und sicher auch nicht zum letzten Mal verwendet, offensichtlich fallen jedoch leichtsinnige Anwender immer wieder darauf herein.

Lizenzhilfe mit Dashbox

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Rechtsstreite zwischen Hörern, Musikern und den Medienunternehmen gibt es nicht erst seit der digitalen Raubkopie und in einigen Fällen mussten sogar Künstler den kostenlosen Download ihrer Stücke rückgängig machen, weil dadurch Lizenzverträge verletzt wurden.

Auch die neusten Verhandlungen zwischen MySpace/Facebook und MySpace/MSN machen deutlich, dass es für alle beteiligten von Bedeutung ist, die gegenseitigen Lizenzrechte und deren Bedingungen zu kennen.

Nicht nur aus diesem Grund ist Dashbox, das gemeinsame Projekt von Dave Goldberg und Bob Roback, ehemals “Vice-Preisdent and General Manager” von Yahoo! Music interessant.

Bei Dashbox handelt es sich um ein Musikrechte-Portal, auf dem sich Unternehmen mit Interesse an der Verwendung von Musikstücken für Werbung, Verfilmung etc darüber informieren können, an welche Künstler oder Label die entsprechenden Gebühren zu entrichten sind.

Der Dienst von Dashbox ist kostenpflichtig, so dass, anders als bei manchen anderen Angeboten, bis auf weiteres keine Probleme bei der Finanzierung des neuen Dienstes zu erwarten sind.

Internet-Portale nicht tot

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Nicht selten gewinnt man den Eindruck, dass diverse Kongresse und Messen mit Bezug zu bestimmten Medien nur dazu dienen, dass deren Vertreter sich pressewirksam gegenseitig die Krisensicherheit ihrer Sparte versichern – ob diese nun tatsächlich besteht oder nicht.

Und so mögen vielleicht auch die in München bis zum 30. Oktober stattfindenden Medientage ein wenig diesem Zweck gedient haben – war doch eines der Themen immerhin die Situation und Zukunft von Portalen im Internet, angesichts der Konkurrenz aus Blogs und Mikroblogging-Diensten.

Vertreter der wichtigsten Portalbetreiber – in alphabetischer Reihenfolge;  Tomorrow Focus, T-Online, United Internet Media (als Eigentümer von GMX und Web.de) sowie Yahoo! waren sich über die wesentlichen Punkte einig.

Dienste wie die E-Mail seien durch neue Modelle wie das Mikroblogging nicht bedroht, auch bestehe weiterhin Bedarf an Portalen als Informationsplattform, sofern man aktuelle Entwicklungen dabei berücksichtige. Es sei aber durchaus von Vorteil, sich stets auf die eigenen Kernelemente zu besinnen und nicht jeden Trend aufzunehmen, da nicht immer absehbar ist, ob sich ein neues Angebot am Markt halten kann.

Deutschlands beliebteste Netzwerke

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Auch wenn Twitter in Deutschland beliebt ist und tatsächlich einen Riesensprung auf der Beliebtheits- und damit auch auf der Benutzerskala gemacht hat, so landet es auf der Popularitätsskala der sozialen Netzwerke bei deutschen Nutzer lediglich auf Platz zehn.

Andere Dienste wie Lokalisten und Xing (Plätze neun und acht) sowie der an sich weniger in den Medien präsente dienst Jappy (Platz sieben) liegen somit ebenso deutlich vor Twitter wie Stayfriends (6), Windows Live (5) und MySpace (4).

Die drei bei den 26 Millionen deutschen Mitgliedern von Online-Netzwerken beliebtesten Angebote sind somit Facebook auf dem
dritten und Wer-kennt-wen auf dem zweiten Platz. unangefochtener Favorit auf Platz Eins sind die verschiedenen Angebote der VZ Gruppe mit 14,6
Millionen Nutzern pro Monat.

Zahl infizierter Seiten nimmt zu

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Viele ehrbare Inhaber von Domains wähnen sich auf der sicheren Seite, auch in der Besuchergunst, schließlich ist die eigene Webpräsenz mit Sorgfalt ausgearbeitet worden.

Umso erschreckender dann die aktuellen Zahlen, dass sich die Zahl mit Schadcode infizierter Webseiten merklich erhöht hat – längst sind es nicht mehr nur Schmuddelseiten, die dem Besucher vorsätzlich Schadsoftware unterschieben wollen.

Einer Analyse des Sicherheitsanbieters Dasient ist die Zahl der befallenen Webseiten drastisch gestiegen. Ihren Zahlen folgend waren im
dritten Quartal 2009 insgesamt 640 000 vollständige Websites infiziert. Die Zahl der befallenen Einzelseiten beläuft sich somit auf 5,8 Millionen.

Im Vergleich zur Schätzung der Anzahl von Webseiten mit Malwarebefall die Microsoft im April 2009 vorlegte, wäre dies eine Verdoppelung der Infektionen. Auch Google soll ähnliche Zahlen vorliegen haben.

Häufigste Ursache und Schwachstellen sind Dasient zufolge JavaScript sowie iFrames.