Archiv für September 2009

Doktor Bildzeitung

Montag, 28. September 2009

Die Zeitung mit den vier großen Buchstaben ist für viele Menschen nach wie vor die Informationsquelle Nummer eins und Ratgeber für alle Lebenslagen.

Besonders letzterem kommt nun entgegen dass die Boulevardzeitung mit der ebenso griffigen Domain Bild.de nun eine Kooperation mit dem Arztbewertungsportal jameda eingegangen ist.

Künftig können Leser nun im Ratgeber-Bereich Gesund&Fit nach Ärzten und Heilpraktikern in ihrer Nähe suchen. Beide an dem Deal beteiligten Unternehmen versprechen sich hiervon Vorteile.  Der Geschäftsführer von jameda, Markus Reif freut sich diplomatisch über die Einnahmen durch Premium-Kunden:

Wir freuen uns nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kunden durch die Zusammenarbeit mit Deutschlands größtem News- und Entertainment-Portal die jameda-Reichweite massiv auszubauen. Schließlich werden unsere Premium-Kunden jetzt auch in der Arztsuche auf Bild.de hervorgehoben mit ihrem Foto dargestellt und dadurch leichter von Patienten gefunden“.

Widerstand gegen Twitter-Operationen

Montag, 28. September 2009

Das nicht jeder Trend aus den USA unbedingt gesundheitsfördernd ist, wissen wir spätestens seit Coca Cola und Fast Food (zugegebenermaßen zählen manche auch den HipHop zu den Gesundheitsschädigungen ;) ).

Konkret geht es in diesem Fall jedoch um den Mikroblogging-Dienst Twitter.  Unmut erregt diesmal der Gebrauch des Dienstes im chirurgischen Bereich. Anlass sind Fälle in den Vereinigten Staaten, in denen im Operationssaal getwittert wurde.

Diese Zustände möchten sowohl der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) als auch der Marburger Bund gar nicht erst in Deutschland etabliert wissen und sprechen sich gemeinsam gegen Gezwitscher aus dem OP aus.

Ablenkungen sind während einer komplizierten Operation sicher nicht wünschenswert und das herum fummeln mit einem internet-fähigen Mobiltelefon trägt gewiss nicht zur Konzentration der beteiligten Ärzte bei. Zusätzliche Probleme der Sterilität und Infektionsgefahr seien nur am Rande erwähnt.

Was das informieren von Angehörigen angeht, so machen Statusmeldung über den aktuellen Verlauf einer Operation nicht nur wenig Sinn und könnten die Betroffenen sogar stark verunsichern – die rechtlichen Konsequenzen einer Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht durch Veröffentlichung medizinischer Informationen sind nicht absehbar, da schließlich jeder Follower mitlesen kann.

Manche Dinge sollten einfach nicht getwittert werden.

Twitterkunst – Kunstgezwitscher

Sonntag, 27. September 2009

Twitter – da denkt man an belanglose Themen, künstlich generierte Follower, gefälschte Profile und gefährliche Kurz-URLs – aber an Kunst?

Michaela von Aichberger macht genau das: Sie zeichnet als Twitter-Nutzerin “Frauenfuss” humoristische Bilder ihrer Follower anhand von Informationen die diese selber preisgeben, oder aufgrund ihrer Twitter-Namen, jedoch ohne ein Foto von ihnen zu haben.

Ursprünglich eher als Scherz gedacht, hat “Frauenfuss” nun eine große Zahl von Followern die alle begierig darauf warten von ihr gezeichnet zu werden.

Mittlerweile ist das Projekt #immf (”Ich male meine Follower”) so populär, dass es mehrmals in den Medien aufgegriffen wurde. Auch Interesse an einem Buch/Bildband wurde bekundet. Ausstellungen des Materials sind bereits populär.

Mehr Informationen gibt es auf der gleichnamigen Webseite von Michaela von Aichberger oder, für Twitter-Freunde auf der Twitter-Seite von Frauenfuss.

Yahoo! Deutschland bald neu

Sonntag, 27. September 2009

Wie an mehreren Stellen im Netz bereits berichtet wurde, hat der Internetkonzern Yahoo! seine Webpräsenzen für die USA und Großbritannien bereits umgestaltet und zu einer Art Kommunikations- und Informationszentrale umdesignt.

Auch in Deutschland soll es in den nächsten Monaten soweit sein. Dann kann der Benutzer seine Yahoo! Seite nach eigenen Wünschen zusammenstellen und etwa Dienste wie das Online-Auktionshaus eBay oder das soziale Netzwerk Facebook einbinden.

Natürlich tut dies Yahoo! besonders nach den Finanzprobleme des letzten Jahres nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit, sondern erhofft sich dadurch stärkere Nutzerbindung und erhöhte Einnahmen.

Letztere sollen unter anderem durch zielgerichtete Werbung auf der Startseite des Portals erzielt werden und nicht zuletzt wurde erst vor kurzem eine riesige Marketingwelle gestartet.

Yahoo! kann sich dies vermutlich vor allem durch die finanzielle Entlastung leisten, die dadurch entsteht, dass der Suchmaschinen-Geschäftspartner Microsoft das Unternehmen zumindest teilweise von der Last der Suchmaschinen-Gewinnverluste befreit hat, während Yahoo! die Suchgewohnheiten der Nutzer analysieren und für seine Zwecke nutzen kann

Google springt

Sonntag, 27. September 2009

Der Suchmaschinenprimus will seinen Benutzern künftig die Suche nach relevanten Inhalten erleichtern und sie direkt auf Teile der Webseite  führen, die für das Ergebnis sinnvoll sind.

Die Nutzung von so genannten Sprungmarken im Text soll dazu beitragen, die gewünschten Informationen leichter zu finden, gerade wenn sie Inhalt umfangreicherer Texte sind.

Das neue Feature der Sprungmarken ist anscheinend noch nicht sehr weit verbreitet und wird zunächst wohl nur bei der englischsprachigen Version von Google zu finden sein.

Sollte die Funktion halten was sie verspricht, so würde sich der Informationssuchende auf diese Weise das Scrollen durch einen Text ersparen.

Hier liegt jedoch auch ein möglicher Nachteil: Der Text wird nicht mehr als ganzes wahrgenommen und Informationen werden lediglich selektiv gewählt. Der Zusammenhang der Inhalte tritt in den Hintergrund. Aus einem umfassend bildenden Dokument wir so schlimmstenfalls eine Quelle für Halbwissen und Fachidiotie.

Hier liegt es dann am Besitzer der Domain  bzw. dem Autor des Materials, den Text an sich so interessant und informativ zu gestalten, dass der Benutzer mehr als nur die ergoogelte Sprungmarke liest.

Geschwindigkeit als Shopping-Faktor

Sonntag, 27. September 2009

3,2,1…meins” der Slogan des Internet-Versandhändlers eBay fasst treffend zusammen worauf die Kunden eines Online-Shops wert legen: Geschwindigkeit.

Eine von Forrester im Auftrag von Akamai Technologies durchgeführte Studie zeigt die geringe Toleranz der Besucher wenn es um die Ladezeit der Online-Shops geht.
Ganze 75% rufen ein langsames Angebot anschließend nicht mehr auf, was ein deutliches Zeichen für den Online-Händler ist, seine Ladezeiten zu optimieren, will er erfolgreich sein. Doch was bedeutet “langsam”?

Ganze 47% der Online-Käufer halten eine maximale Ladezeit von zwei Sekunden für akzeptabel. Höhere Ladezeiten führen zu Unzufriedenheit beim Einkauf (23%) und zu einem negativen Gesamteindruck des Unternehmens (ca. 46%)

Eine englischsprachige Zusammenfassung gibt es im Artikel auf Akamai.com

Google Picasa mit Gesichtserkennung

Donnerstag, 24. September 2009

Während die einen über Googles neustes Projekt – die Sidewiki reden oder die Sicherheitswarnung des BSI vor der Nutzung von Google-Diensten diskutiert, bleibt der Suchmaschinenriese nicht untätig und entwickelt auch seine bereits etablierten Produkte weiter.

Googles Foto-Software Picasa soll in aktueller Version 3.5 nun unter anderem eine Funktion des Online-Pendants übernehmen – die Gesichtserkennung. Somit sollen Aufnahmen der selben Person leichter gruppiert werden können, auch wenn der Benutzer dabei natürlich nach wie vor das letzte Wort hat. ;)

Neu ist auch die Integration der Funktionen von Goole Maps, so dass sich Fotos nun auf einfache Weise mit Geo-Tags versehen lassen.

Erwartungsgemäß finden sich die neuen Features zunächst lediglich in der englischen Version von Picasa 3.5. Deutsche Benutzer werden bislang auf unbestimmte Zeit warten müssen.

Google Sidewiki kommentiert

Donnerstag, 24. September 2009

Webseiten kommentieren ohne Kommentarfunktion? Eine neue Funktion der Google Toolbar namens Sidewiki macht es möglich.

Praktischerweise soll ein spezieller Algorithmus die Kommentare in der Sidewiki zusätzlich nach Qualität ordnen, eine Möglichkeit um Spam in der neuen Funktion zu verringern. Durch ein Bewertungssystem der Beiträge können Leser zur Verbesserung der Kommentarqualität aktiv beitragen.

Wie in Zeiten von Web 2.0 üblich, kommt auch die Implementierung anderer Dienste in Sidewiki nicht zu kurz. So sollen unter anderem Kommentare mit Twitter verknüpft und in eigene Blogs auf Blogger.com (ein weiterer Google-Dienst) weitergeleitet werden können.

Bislang funktioniert das Sidewiki-Feature nur mit der aktuellsten Version der Toolbar und dem Internet Explorer (ab Version 6) bzw Mozilla Firefox (ab 2.0) ein Update einer alten Google-Toolbar ist nicht möglich, es wird jedoch ebenso daran gearbeitet wie an der Unterstützung weiterer Browser wie etwa Googles Chrome.

BSI warnt vor Google Wave

Donnerstag, 24. September 2009

Das Googles Unterstützung von Open Source Projekten nicht uneigennützig stattfindet, war den meisten informierten Internetnutzern bewusst. Dennoch gibt es nach wie vor viele Anwender, die davon ausgehen, wer quelloffen arbeitet, gehört automatisch zu den “guten Jungs”

Dass dem nicht so ist, zeigt eine aktuelle September-Warnung des BSI, die von der Nutzung von Google-Anwendungen abrät Besonders wird sich dabei auf Googles neues Prestige-Projekt Google Wave bezogen.

Als Begründung gab das BSI an, dass der offene Ansatz des Projektes zwar lobenswert ist, allerdings wirft Google Wave die gleichen Datenschutz-Probleme auf, wie andere Anwendungen aus dem Hause Google.

Durch die zentralistische Speicherung der Daten durch Google, wird dem Benutzer die Kontrolle über seine Daten entzogen. Die Verwendung von Google Wave/Mail/Docs etc ist daher “sowohl aus IT-sicherheitstechnischen Gründen als auch aus Sicht des Datenschutzes aktuell nicht zu empfehlen“.

Mögen die Damen und Herren im Innen- und Familienministerium nicht gerade durch Kompetenz im IT-Bereich glänzen – mit dieser Warnung zeigt zumindest das BSI einen gewissen Sachverstand. ;)

Neue Gnash-Version erschienen

Donnerstag, 24. September 2009

Inhaber einer Domain die Wert darauf legen, den Besuchern einer Webseite nicht nur freie Inhalte zu präsentieren, sondern zu diesem Zweck auch freie Anwendungen zu nutzen wird es freuen zu hören, dass nun der Freie Flash-Player Gnash in der aktuellen Version 0.8.6 veröffentlicht wurde.

Im Gegensatz zu reinen Stabilitätsupdates, bietet die neue Version von Gnash neue und erweiterte Funktionen. Eingabegeräte wie Kameras und Mikrofone sollen nun unterstützt werden, ebenso wie Textsnapshots und Formate.

Alle Informationen zu den Neuerungen der Version 0.8.6 finden sich auf der englischsprachigen Entwicklerseite von Gnash.