Archiv für August 2009

Entwicklungen

Montag, 31. August 2009

…brauchen manchmal ihre Zeit. ;)

Pläne für Wolfram Alpha API

Montag, 31. August 2009

Wolfram Alpha war aufgrund von möglichen Lizenzverhandlungen mit Microsoft erst vor kurzem wieder ins Gespräch gekommen, nun legte Conrad Wolfram nach.

War es bislang lediglich möglich die Antworten online im Browser abzurufen oder sich exportieren zu lassen (als PDF/Mathematica) so wurde nun in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Guardian eine mögliche Programmierschnittstelle (API) ins Gespräch gebracht.

Auf diese Weise könnten auch andere Angebote oder externe Anwendungen wie Webseiten, oder Softwareprogramme die Daten der Maschine weiterverarbeiten. Es wird somit zunächst einiges an Programmierarbeit vonnöten sein. Das mögliche Potential, auch zur Erschließung eines neuen Klientels für das Projekt, wird jedoch als recht hoch eingeschätzt.

Lokalisten nun mit Webnews

Montag, 31. August 2009

Das soziale Netzwerk Lokalisten.de hat verstanden wie man Mitglieder an sich bindet: Ab dem 01. September 2009 wird auf dem Portal die aggregierte Nachrichtensammlung von Webnews.de eingebunden.

Die Relevanz der Meldungen die aus Quellen wie Blogs, Fachseiten und klassischen Nachrichtenportalen stammen, wird von den Mitgliedern bestimmt, die so entscheiden welche Meldungen verlinkt und auf der Startseite präsentiert werden.

Passend zum Angebot von Lokalisten.de werden die auf Webnews vorhandenen bis zu 30.000 Einträge umfassenden lokalen Nachrichten allen deutschen Städten/Gemeinden zugeordnet.

Damit ergänzen sich beide Angebote – dieser Ansicht ist auch der Geschäftsführer von Lokalisten.de, Jens Doka.

Soziale Netzwerker sind Narzissten

Montag, 31. August 2009

Um zu erkennen, dass Personen die bereit sind im Netz einen Daten-Striptease hinzulegen und allerlei private Informationen zu veröffentlichen, die für den Rest der Welt völlig belanglos sind (”mein Haus, mein Auto, mein Garten“) oft einen starken Drang zur Selbstdarstellung haben, muss man sicher weder Psychologe noch Soziologe sein.

Interessant jedoch, wenn es Studien gibt, die vergleichbares belegen. Wissenschaftler der San Diego State University haben genau dies getan, indem sie im Rahmen ihrer Untersuchungen in den USA über 1000 College-Studenten befragten.

Eine große Zahl, nämlich 57 Prozent der Befragten gab an, dass die Nutzung von Facebook, MySpace und Co in ihrer Altersgruppe vor allem aus Gründen des Narzissmus, der Selbstvermarktung und der Suche nach Aufmerksamkeit erfolge.

Laut Angaben der Wissenschaftler ist diese Tendenz vor allem bei der so genannten “Generation Y” (Personen die nach 1980 geboren wurden) stärker ausgeprägt als bei vorangegangenen Generationen.

Bestätigt wird dies bis zu einem gewissen Grad auch von deutschen Experten, etwa vom Psychoanalytiker Rolf Haubl, dem geschäftsführenden Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt.

Er stimmt der Einschätzung der befragten US-Studenten zu, die erklärten, sie seien der Ansicht, das Personen die es gewohnt sind sich selbst darzustellen und um Anerkennung und Aufmerksamkeit zu kämpfen, in der modernen Arbeitswelt einen Vorteil haben.

Gerüchte um Skype-Kaufinteressenten

Freitag, 28. August 2009

Es tut sich einiges um den populärer VoIP-Anbieter Skype. Nicht nur dass erst jüngst eine neue Version für GNU/Linux-Distributionen herauskam – das Tochterunternehmen von eBay machte vor allem aufgrund interner Turbulenzen von sich reden.

Zum einen könnte nach wie vor das aus drohen, wenn die Erfinder der Software tatsächlich ihre Lizenzdrohung wahr machen würden. Zum anderen hat eBay ein finanzielles Problem mit der Tochter.

Trotz verschiedener Versuche wirft Skype nicht ausreichend Gewinne ab und nicht zuletzt deswegen, ist immer wieder von möglichen Verkäufen die Rede.

Laut TechCrunch, dass sich, wie in solchen Fällen meist üblich, auf gut informierte Quellen beruft, könnte sich tatsächlich ein Käufer finden. Dabei wird davon gesprochen, dass eine Investoren-Gruppe um Marc Andreessen, den Netscape-Gründer, entspreche Absichten hegt.

Kampagne gegen proprietären Monopolismus

Freitag, 28. August 2009

Die Free Software Foundation formiert sich wieder einmal gegen Microsoft und so folgt auf die Aktion “Bad Vista” nun die Kampagne “Windows7Sins“.

Die Protestaktion richtet sich jedoch nicht explizit gegen die neue Windows-Version, sondern nutzt die Aufmerksamkeit die durch die angekündigte Veröffentlichung entstanden ist, um auf die Risiken hinzuweisen, die durch proprietärer Software von Microsoft, aber auch anderer Unternehmen, entstehen.

Nach wie vor wird die FSF und ihre Ziele teilweise belächelt oder als zu fanatisch angesehen. Fakt ist jedoch, dass die zugrunde liegende Kritik durchweg berechtigt ist.

Ein Beispiel für den Einfluss über den Unternehmen mit Quasi-Monopolstellung bereits verfügen, ist Amazons Ebook-Reader Kindle. Vor einigen Wochen erst hatte das Unternehmen automatisch Ebooks nachträglich von seinen Geräten gelöscht, weil es Lizenzprobleme gegeben hatte. Der Benutzer hatte keine Chance die Löschung zu verhindern.

Wer also weder sich noch seine Daten in die Hände von marktbeherrschenden Großunternehmen geben und in immer stärkere Abhängigkeit von Microsoft, Adobe oder Apple geraten will, setzt auf freie Alternativen – seien es nun GNU/Linux, Open Office oder ähnliches.

Google Nutzungsbedingungen in Deutschland

Freitag, 28. August 2009

Das neben Microsofts Suchmaschine Bing auch der Konzern Google nicht ohne Fehl und Tadel ist, könnte im Laufe der bisherigen Negativ-Presse von Bing etwas untergegangen sein.

Daher lässt es durchaus aufhorchen, wenn man nun vom Gerichtsurteil eines deutschen Gerichtes hört, dass bereits am 7. August gesprochen und zu Ungunsten von Google ausfiel. Das Landgericht Hamburg gab einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) statt und erwirkte ein Urteil gegen den Internetriesen:

Zehn Klauseln der Nutzungsbedingungen sind in Deutschland ungültig und dürfen nicht mehr verwendet werden. Das Gericht begründete die Entscheidung zum einen mit Verstößen gegen das geltende Datenschutzrecht, des weiteren vertrat es die Auffassung, durch die bisher gültigen Klauseln werde der Verbraucher in unzulässiger Weise benachteiligt.

Konkret geht es vor allem um eine Klausel die Google Einsicht, Bearbeitung und Löschung von Inhalten erlaubt, ohne dass eine Benachrichtigung des Benutzers hierüber erfolgt.

Da das Urteil noch nicht rechtskräftig ist, erwägt Google, Widerspruch einzulegen und juristisch gegen des Urteil vorzugehen. Die Kritikpunkte bezögen sich auf veraltete Klauseln die bereits zum Zeitpunkt der Anklage längst keine Anwendung mehr finden würden.

Das Unternehmen wies auch darauf hin, dass einige durchaus missverständlich formulierte Klauseln bereits vor mehr als einem Jahr angepasst worden waren.

Weshalb Google dennoch so einen Wind veranstaltet ist latent unverständlich: Vermutlich ist es weniger die Höhe der Prozesskosten als vielmehr das Risiko künftig von weiteren Organisationen aus ähnlichen gründen angeklagt werden zu können.

Facebook verbessert den Datenschutz

Freitag, 28. August 2009

Ganz offenbar hat das Unternehmen endlich ein Einsehen mit den Bedenken seiner Nutzer gehabt und nun reagiert. Wie die Betreiber von Facebook versicherten, werde jetzt der Datenschutz der Social Community verbessert.

Dies ist vermutlich zu einem nicht unwesentlichen Teil auch auf die Empfehlungen des kanadischen Datenschutzbeauftragten zurückzuführen, dessen Büro die neuen Richtlinien zusammen mit der Leitung von Facebook ausgearbeitet hatte.

So sollen unter anderem folgende Änderungen im Laufe eines Jahres umgesetzt werden:

  • der Unterschied zwischen einer Deaktivierung und der Löschung eines Accounts wird deutlicher gemacht werden. Eine wirkliche Löschung des Accounts soll nun künftig möglich sein, bisher blieb Facebook-Nutzern nur die Deaktivierung, die Daten verblieben auf den Servern von Facebook
  • bessere Nachvollziehbarkeit, wann Anwendungen von Drittanbietern auf die Benutzerdaten zugreifen und um welche Daten es sich handelt. Ohne Autorisierung durch den Benutzer sollen keine Daten mehr weitergegeben werden.
  • Das Werbemodell von Facebook soll verständlicher vermittelt werden, so dass der Benutzer entscheiden kann, worauf er sich einlässt.

Den einen Datenschützer mag es freuen, dass nun mehr Sicherheit für die Privatsphäre dort Einzug hält – die sicherste Möglichkeit sich dort vor Phishing und Co zu schützen bleibt immer noch, diese Dienste erst gar nicht zu nutzen.

Twitter mit XSS-Lücke

Donnerstag, 27. August 2009

Erneut gibt es eine Sicherheitslücke bei Twitter zu vermelden. Sie steht allerdings in keinem Zusammenhang zum Verdacht der “Klick-Verfolgung” einige Tage zuvor. In diesem Fall handelt es sich um eine so genannte Cross-Site-Scripting Lücke, bei der in einen Tweet der schädliche Script-Code embeded wird.

Durch die Schwachstelle ist es den Tätern möglich praktische alle Funktionen die durch Javascript zu realisieren sind, zu seinem Vorteil zu nutzen. Dazu gehören beispielsweise die Fähigkeit, Tweets unter dem Namen des betroffenen Twitter-Nutzers zu versenden, oder und dies dürfte besonders kritisch sein, Redirects zu anderen Webseiten durchzuführen.

Entgegen ersten Behauptungen ist die Lücke weiterhin nicht behoben. Als Vorbeugungsmaßnahme wird empfohlen bei Twitternutzung mit dem Browser, javascript zu deaktivieren (für Mozilla Firefox-Benutzer dürfte mit der Erweiterung NoScript die Verwaltung von Scripten und deren Berechtigungen kein Problem sein).

Privatsphäre verzögert Firefox-Versionssprung

Donnerstag, 27. August 2009

Sicherheitsschwachstellen, schlechtere Performance, weniger Funktionen – auf den ersten Blick gibt es wenig Argumente die dafür sprechen, bei der Nutzung von Firefox 2 zu bleiben, ist doch bereits die Version 3.5.2 aktuell.

Durch die Auswertung der Ergebnisse eines Popup-Umfragefensters, in dem die Benutzer älterer Versionen des Browsers nach den Gründen für die Ablehnung eines Upgrades gefragt wurden, kam es dann ans Licht

Der Hauptgrund bei 25 Prozent der Nutzer scheint Angst um die Privatsphäre zu sein – denn durch die neue Adressleiste in Firefox 3 kommt auch an den Tag, welche URLs sich in den Tiefen der Bookmarks/Lesezeichen verbergen.

Um den Sorgen zu begegnen, Familienmitglieder, Bekannte oder Kollegen könnten auf diese Weise auch sorgsam versteckte Webseiten in den Bookmarks entdecken, gibt es seit der Version 3.5 die Option, bei der Eingabe von Adressen lediglich die Webseiten die sich in der aktuellen History befinden, nicht aber die eigenen Bookmarks anzuzeigen.

Somit dürfte zumindest in diesem Punkt dem Upgrade auf die neuste Firefox-Version nichts mehr im Wege stehen – wahre Freunde der eigenen Privatsphäre werden jedoch mindestens genauso schnell die Funktion zur Geolokalisierung deaktivieren. ;)