Archiv für die Kategorie ‘Unternehmen’

Telekomregelungen um Skype

Dienstag, 08. Juni 2010

In Anbetracht der Tatsache dass die Internetnutzung auf Mobilgeräten immer populärer wird, sieht sich die Telekom mit einem Problem konfrontiert an dessen Lösung nun gearbeitet wird.

Bei Nutzung von VoIP-Diensten (Internettelefonie) und gleichzeitiger Mitgliedschaft bei T-Mobile, muss der Kunde theoretisch mit hohen Nachzahlungsforderungen durch die Telekom rechnen, da dort ein VoIP-Zusatztarif vorgeschrieben ist.

Die Durchführung entsprechender Strafen ist jedoch relativ unwahrscheinlich, da die Telekom sich zunehmend darum bemüht mit IT-Dienstleistern zu kooperieren und dies dem Image der Innovationsfähigkeit widersprechen würde

Aus diesem Grund will das Unternehmen bis zum August 2010 entsprechende Untersuchungen über wirtschaftliche Folgen eines möglichen Wegfalls dieser Regelung durchgeführt und entschieden haben, ob die bisherigen Zusatzkosten abgeschafft werden.

Viele Anwender von Mobilgeräten würden es ihnen danken. ;)

WebM nun quelloffen

Montag, 07. Juni 2010

Neben technischen Vor- und Nachteilen die attestiert wurden, waren es zuletzt Unstimmigkeiten im Lizenzmodell gewesen, die Googles neues Videoformat WebM im Gespräch gehalten hatten.

Nun hat Google nachgebessert und mit Anleihen aus etablierten Lizenzen für quelloffene Angebote wie etwa der GNU General Public License oder der Apache License eine vollwertige Lizenz geschaffen, was von Simon Phipps, Direktor der Open Source Initiative, nicht nur bestätigt, sondern auch sehr positv gewertet wurde.

Somit steht der Verbreitung des HTML5-basierten Webvideos auf quelloffener Basis an sich nichts mehr im Weg.

Anpassungen für Facebook bei Yahoo

Montag, 07. Juni 2010

Yahoo! hat nun erneut einige angekündigte Änderungen umgesetzt, welche den Nutzern eine einfachere Interaktion mit ihren Accounts bei Web 2.0 Angeboten und sozialen Netzwerken ermöglichen sollen.

Wie meist in diesen Fällen sind die kommenden Änderungen vermutlich erst mit Verzögerung in Deutschland verfügbar.

Aber wie sehen diese nun aus?

Die Profil-Verwaltungsseiten der Nutzer werden künftig unter dem Begriff “Yahoo Pulse” zusammengefasst, als Besonderheit führt Yahoo die einfache Anpassbarkeit der Einstellung für Privatsphäre und Datenschutz an.

Auch Statusupdates von Kontakten bei Facebook sollen für Yahoo! Mitglieder in Zukunft leichter einsehbar sein, ebenso wird die Einbindung von usergenerierten Yahoo! Inhalten in Facebook erleichtert.

Über Akzeptanz und Kritik ist so kurz nach der Bekanntgabe noch nichts zu hören, wie eingangs gesagt sind die Anpassungen in Deutschland noch nicht umgesetzt.

Social Games mit sinkenden Nutzerzahlen

Montag, 07. Juni 2010

Trotz der Erweiterung durch Aufkauf anderer Anbieter hat der Social Games Anbieter Zynga Probleme auf Facebook. Das ist jedoch weder auf vertragliche Unstimmigkeiten zurückzuführen, noch auf besondere Anforderungen für die Server des Unternehmens, sondern offenbar lediglich auf ein Kommunikationsproblem der besonderen Art.

Nach Einschätzung von “Inside Social Games” ist der Mitspielerschwund (mehr als 12 Millionen Nutzer seit April diesen Jahres) auf insgesamt 70 Millionen darauf zurückzuführen, dass Facebook das bisherige Benachrichtigungssystem für Spiele im sozialen Netzwerk eingeschränkt hat.

Ob Facebook darauf reagiert und möglicherweise das bisherige Benachrichtigungssystem wieder einführt ist noch unklar.

Aigner kündigt Mitgliedschaft bei Facebook

Freitag, 04. Juni 2010

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) führte am gestrigen Tag in Berlin Gespräche mit Facebook-Manager Richard Allen über die Datenschutz-Philosophie des Unternehmens. Aigner gehen die bisherigen Anpassungen nicht weit genug, es handele sich dabei zwar um einen Schritt in die richtige Richtung, die Privatsphäre-Einstellungen seien jedoch immer noch zu komplex und unverständlich.

Nach dem Gespräch kündigte die Verbraucherschutzministerin demonstrativ ihren Austritt aus dem sozialen Netzwerk an, in dem sie bislang mit einem entsprechenden Profil vertreten war.

Kritik
gab es dennoch. Zum einen von der SPD die erklärte, Aigner solle Taten folgen lassen anstatt nur zu reden und ihren eigenen Account zu löschen.

Zum anderen ist ihr Account auch heute, am folgenden Tag, immer noch aktiv und nicht einmal deaktiviert, was in Teilen der Netzgemeinde bereits für Spott sorgte, über dessen Sinnhaftigkeit jedoch streiten lässt (sie fände wohl die Deaktivierungs-Option nicht, würde stattdessen lediglich versuchen sich auszuloggen, Mitglieder der CSU seien bekanntlich eh nicht netzaffin etc).

Die Verbraucherschutzministerin erklärte jedenfalls, mit dem Austritt sei für sie das Thema Facebook nicht ad acta gelegt:

Ich werde meine Mitgliedschaft beenden. Als Verbraucherschutzministerin kann und will ich es nicht akzeptieren, dass ein Unternehmen wie Facebook gegen das Datenschutzrecht verstößt und die Privatsphäre seiner Mitglieder ignoriert. Damit ist das Thema für mich noch nicht erledigt: Ich trete aus, aber ich bleibe dran! Ich bleibe im Gespräch mit der Spitze von Facebook, und ich werde so lange nicht ruhen, bis sich der Datenschutz entscheidend verbessert hat“.

Gut gebrüllt, Löwin – hoffentlich frisst sie auch. ;)

Passwortweitergabe ist beliebt

Donnerstag, 03. Juni 2010

Die Sicherheit eines Systems hängt nicht nur von den Update-Zyklen, Softwarequellen und der möglicherweise installierten Sicherheitssoftware ab, sondern beruht zu einem großen Teil auf dem verantwortungsbewussten Handeln des Anwenders.

Was nutzt schließlich das 14-stellige alphanumerische Passwort mit Sonderzeichen, wenn es als Post-It am Monitor hängt – oder es jeder kennt?

Doch letzteres ist viel häufiger der Fall als man vielleicht glauben mag, das ist jedenfalls das Ergebnis einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Bitkom.

So wird Datenschutz viel zu oft offensichtlich klein klein geschrieben – immerhin gaben nur 60 Prozent der befragten Westdeutschen an, ihr Passwort niemandem mitzuteilen, im Bereich der ehemaligen DDR sind es immerhin 75 Prozent (Zahlen in Klammern).

Dennoch sind die Zahlen nicht besonders positiv. Da wäre zum einen der private Bereich:

  • Insgesamt geben 28 Prozent der Nutzer ihre Daten an den Lebenspartner weiter (22%)
  • Immerhin 10 Prozent ziehen auch ihre Verwandten ins vertrauen (6%)

Doch auch beruflich sind viele Personen nicht verantwortungsvoller

  • jeder fünfte gibt berufliche Passwörter an Kollegen weiter (jeder zehnte)
  • dem Chef wird weniger vertraut, hier sind es nur jeder achte (bzw. zwölfte)

Da verwundert es auch wenig, wenn immer wieder von Datendiebstählen berichtet wird. Man selbst mag sein Passwort ja gesichert haben – aber wie steht es mit dem Kollegen? ;)

Google Mitarbeiter geht

Mittwoch, 02. Juni 2010

Der Social-Bookmarking-Dienst Delicious dürfte den meisten Internetnutzern ein Begriff sein – der Name des Gründers vermutlich weniger, sofern er nicht entsprechende Blogs oder Printmedien liest.

Joshua Schachter,
so der Name das Mannes, verließ sein eigenes Unternehmen und stieg als Ingenieur bei Google ein. Dort hielt es ihn nicht sonderlich lange wie man nun über seinen Twitter-Account erfuhr.

Gerade einmal 15 Monate hatte Schachter bei dem Suchmaschinenkonzern gearbeitet und damit etwas mehr als ein Jahr dort verbracht. Wie seine berufliche Zukunft aussieht, und wie er seinen weiteren Karriereverlauf plant, darüber gab es bislang keine Angaben von Schachter.

Mancher mag sich fragen, weshalb solch eine personelle Änderung überhaupt eine Meldung wert sei. Nun, in Anbetracht der Tatsache, dass andere Namen von Persönlichkeiten des Web 2.0 wie etwa Mark Zuckerberg, weithin bekannt sind, scheint es nur recht und billig, auch die eher unbekannten Schöpfer bekannter Dienste mit einigen Meldungen präsent zu halten. ;)

Microsofts Parade zu Googles Angriff

Mittwoch, 02. Juni 2010

Wie zu erwarten hat der Softwareriese Microsoft auf die inoffizielle Aussage von Google-Mitarbeitern, Angestellten würde die Verwendung von Microsoft Windows als Betriebssystem aus Sicherheitsgründen untersagt, reagiert.

Dabei fällt dieser Konter zunächst nicht besonders originell aus: Microsoft verweist auf namhafte Unternehmen wie Cisco, welche die Sicherheitsbemühungen des Windows-Herstellers als überdurchschnittlich bezeichnen. Kreativer ist die Äußerung, auch Hacker hätten die höhere Qualität der Sicherungsmethoden bei Microsoft im Vergleich zu Konkurrenzunternehmen zugegeben.

Microsoft-Manager Brandon LeBlanc geht in seinem Blog-Posting dann auch dazu über mit Spitzen zu werfen und schmutzige Wäsche zu waschen. So stellt er etwa fest, dass die Universität Yale eine Auslagerung des hauseigenen Maildienstes auf das Angebot von Google Mail abgebrochen habe – es habe beim Google-Produkt Sicherheitsbedenken und Zweifel am Datenschutz gegeben.

Schließlich erwähnt LeBlanc noch, dass es bereits Spekulationen gibt, Mac OS X könnte zukünftig ernste Sicherheitsprobleme bekommen. So sei etwa die jüngst gefundene Portierung einer Windows-Spyware für Apple-Betriebssysteme ein Zeichen dafür, dass auch Apple mit steigender Verbreitung zunehmend attraktiver für Kriminelle werde.

Am Ende des Postings macht er dann noch einmal auf die Sicherheitsvorteile aufmerksam, welche der Benutzer mit der Nutzung von Windows 7 gewonnen habe.

Touché Herr LeBlanc, leere Argumente sehen jedenfalls definitiv anders aus! ;)

Jedoch gibt es auch hier wieder einige Dinge mehr zu bedenken: Der Vergleich eines Dienstes (Google Mail) mit einem Betriebssystem (Windows) hinkt, in Sachen Quelloffenheit liegt Microsoft definitiv hinter Google, und die größte Gefahr für ein Betriebssystem bleibt nun einmal ein uninformierter und unachtsam agierender Benutzer. Punkt. ;)

Fazit zum Quit Facebook Day

Dienstag, 01. Juni 2010

Wer ihn verpasst haben sollte…kann immer noch austreten. ;)

Am gestrigen Montag fand der “Quit Facebook Day” statt, bei dem zur kollektiven Massenflucht aus dem sozialen Netzwerk mit dem schlechten Leumund aufgerufen worden war. Die meisten Teilnehmer dürften dann auch weniger wegen Bedienunfreundlichkeit ausgetreten, sondern vielmehr von der enormen Speicherkapazität der Server des Unternehmens beeindruckt worden sein. ;)

Das ganze wird höchst unterschiedlich bewertet. Während die einen von einem klaren Statement der Nutzer reden, das dem Betreiber die Wünsche seiner (Ex-)Mitglieder demonstriert, sprechen die anderen vom Sturm im Wasserglas, blindem Aktionismus, oder der Unsitte zu fliehen, anstatt selbst etwas zu verändern.

Auch die Zahlen der Aktion erhalten unterschiedliche Interpretation, Zumindest die Zahl derer die den Standpunkt “Netter Versuch, aber mehr auch nicht” einnehmen scheint jedoch zu überwiegen.

Austreten, egal zu welchem Datum ist immer gut, wenn gleich mehrere austreten – noch besser. Aber am besten ist es nun mal, wenn man gar nicht erst beitritt. ;)

Google ohne Windows

Dienstag, 01. Juni 2010

Demonstrativer kann man Konkurrenz kaum zeigen: Suchmaschinenriese Google verbannt nicht nur angeblich mit Windows das Betriebssystem des Konkurrenten Microsoft von firmeneigenen Rechnern – die entsprechende “Säuberungsaktion” habe sogar bereits im Januar begonnen. Sie gilt als eine Reaktion des Unternehmens auf die Server-Angriffe zu Beginn des Jahres.

So jedenfalls lauten die Informationen der Financial Times. Diese beruft sich dabei auf die Aussagen mehrerer, natürlich namentlich ungenannter, Google-Mitarbeiter.

Demnach sollen entsprechende Regelungen bestehen, welche Neueinsteigern im Unternehmen die Wahl zwischen den Betriebssystemen GNU/Linux und Mac OS X vorschreiben. Allerdings würde auch langjährigen Mitarbeitern aus Sicherheitsgründen ein Wechsel nahe gelegt.

Die Nutzung von Windows-Rechnern bedarf nach Angaben der anonymen Google-Mitarbeiter ab sofort einer Sonderbefugnis.

Durch die angebliche neue Direktive soll vor allem die Sicherheit erhöht werden, da die meisten Angriffe auf Schwachstellen der Windows-Software abzielen und die Zahl der Schädlinge für alternative Betriebssysteme im Vergleich zu Windowssystemen marginal ist.

Allerdings können auch GNU/Linux & Co keine hundertprozentige Sicherheit bieten, denn neben technisch ausgeklügelten Angriffen professioneller Hacker besteht die größte Gefahr für Einzelplatzrechner und Netzwerk nach wie vor aus unachtsamen Anwendern. ;)

Übrigens: Von Google war auf Anfrage lediglich offiziell zu erfahren, das man “einzelne innerbetriebliche Angelegenheiten” nicht kommentiere. Man möge sich seinen Teil denken. ;)