Archiv für die Kategorie ‘Sonstiges’

Eingeschränkte Streetview-Funktion

Dienstag, 15. Juni 2010

Google Street View wird nach wie vor von Bürgerrechtlern und Datenschützern attackiert, man hört von Klageandrohungen – und trotzdem kann man bei Google Maps nun teilweise Fotos von deutschen Straßenzügen betrachten.

Dabei lehnt sich Google jedoch klugerweise nicht aus dem Fenster indem Streetview-eigenes Material genutzt werden würde, vielmehr wird das dortige Fotomaterial von den Benutzern selbst zur Verfügung gestellt.

Nicht allein, dass die Gesichter von Personen auf diesen Bildern nicht standardmäßig unkenntlich gemacht wurden – die Unterstützung einer solchen Funktion, während andernorts für das Recht auf Privatsphäre gerungen wird, ist sowohl unverschämt als auch dumm.

Vermutlich handelt es sich bei den freiwilligen Spendern um all jene die “nichts zu verbergen haben“, außer vielleicht den Umfang ihrer Schafherden bei Farmville. Wie heisst es so schön: gleich und gleich gesellt sich gern. rolleyes

WM schlägt Obama

Montag, 14. Juni 2010

Sport verbindet Völker – und lässt nicht nur den Adrenalinpegel mancher Fans, sondern auch die Besucherzahlen auf Nachrichtenseiten in die Höhe schnellen.

Die Zahlen stiegen dann aufgrund der Eröffnungsfeierlichkeiten und des ersten Spiels weiter in die Höhe, so dass das Unternehmen Akamai schließlich 12,1 Millionen Besucher pro Minute vermelden konnte.

Damit ist die WM auch das erste Event mit Auswirkungen im zweistelligen Bereich. Der Rekord der Nachrichten-Netzaktivität hatte bislang bei 8,5 Millionen Besucher pro Minute gelegen und war anlässlich der Wahl des jetzigen US-Präsidenten Barack Obama aufgestellt worden

Twitterchaos bleibt bislang aus

Montag, 14. Juni 2010

Das befürchtete Chaos und die Serverausfälle die beim Mikrobloggingdienst Twitter aufgrund der zahlreichen Tweets zur laufenden Fußballweltmeisterschaft erwartet worden waren, sind bislang ausgeblieben.

Trotz Partien die vermutlich von größerem internationalem Interesse gewesen sein mochten (so werden in der Regel die Spiele der englischen Mannschaft besonders verfolgt), kam es zu keinen besonderen Ausfällen.

Doch wie bereits Cäsar erklärt worden war, dass die Iden des März und damit die prophezeite Gefahr für sein Leben noch nicht vorbei seien, so ist auch die WM noch längst nicht zu Ende und mit kassandrischer Düsternis könnte man bezüglich der Twitter-Überlastung orakeln: “was nicht ist, kann ja noch werden:twisted:

LinuxTag in Berlin

Mittwoch, 09. Juni 2010

Für alle Freunde des offenen Betriebssystems GNU/Linux ist ab heute drei Tage lang Berlin das Mekka der IT. Am heutigen Mittwoch wurde dort der LinuxTag 2010 eröffnet.

Neben der großen Zahl an Ausstellern zu denen freie ebenso wie kommerzielle Anbieter zählen, sind die Reden, Präsentationen und Informationsveranstaltungen im Rahmen des Vortragsprogramms, einer der etablierten Programmpunkte des Kongresses.

Abschließend noch einmal zum mitschreiben:

Der LinuxTag 2010 findet vom 9. bis 12. Juni 2010 auf dem Berliner Messegelände statt.

Die Leser sind hiermit dazu aufgerufen die vom Veranstalter erwartete Besucherzahl von 10.000 zu überbieten. ;)

Computerspielexzesssportler

Dienstag, 08. Juni 2010

Der Computerspiele-Konsument ist die TV-Couchpotato des 21. Jahrhunderts: geistig beschränkt, lethargisch und mit ungesundem Lebensstil – so ist vielfach die allgemeine Ansicht.

Diese Aussagen treffen allerdings nur in beschränktem Maße zu – in diesem Rahmen jedoch besonders extrem, so das Fazit einer wissenschaftlichen Studie.

An der University of Essex in Großbritannien befasste sich die “Sport, Performance & Fatigue Research Unit (SPF)“, also die Abteilung für für Sport, Leistungs- und Erschöpfungsforschung mit der Leistungsfähigkeit von Personen die mehr als zehn Stunden pro Tag mit Computerspielen verbringen.

Es stellte sich heraus, dass sie psychisch erstaunlich gesund sind und eine geringe Neigung zu Depressionen haben, ähnlich wie Personen die mit sportlichen Aktivitäten Stress abbauen.

Auch mental wussten die Computerspieler zu überraschen und deren Leistungen wurden sogar mit jener von Leistungssportlern und professionellen Athleten verglichen, ihre Reaktionsfähigkeit näherten sich jener von Kampfpiloten.

Wer diese Aussagen jedoch als positives Ergebnis ansieht und als Empfehlung für exzessive Nutzung von PC und Konsolen ansieht, der irrt sich deutlich.

Mens sana in corpore sano” – dass ein gesunder Geist auch eines gesunden Körpers bedarf und dies wichtiger sei, als auf andere Dinge zu setzen – das sagte bereits der römische Dichter Juvenal.

Die modernen Computerspieler allerdings mögen in Adventures und Rollenspielen Heilzauber sprechen – körperlich steht es jedoch schlecht um sie

Wie Dominic Micklewright als Leiter des sportwissenschaftlichen Instituts der Universität Essex erklärte, haben selbst 20jährige Spieler mit schlanker Statur und athletischem Anschein, sehr schlechte physiologische Werte. Im Zusammenhang von Lungenfunktion und Ausdauer fiel der Vergleich mit einem 60jährigen Kettenraucher.

Das empfohlene Gegenmittel ist nicht neu: gesunde Ernährung und regelmäßige sportliche Betätigung, andernfalls müsste als Langzeitfolgen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gerechnet werden.

Symantec und Einstein gegen Google-Entscheidung

Freitag, 04. Juni 2010

Symantec, Anbieter von Sicherheitssoftware, bestätigt nach der angeblichen Entscheidung von Google, aus Sicherheitsgründen das Betriebssystem Microsoft Windows im Unternehmen nicht mehr nutzen zu wollen, was IT-Experten längst wussten und stellt gleichzeitig Googles Entscheidung in Frage.

Der entscheidende (Un-)Sicherheitsfaktor sei immer noch das “Risiko Mensch“, ein Anbieter wie Microsoft habe “kein Monopol auf alle Sicherheitslücken, die es da draußen gibt“, wie der technische Direktor der Symantec Security Response in einem Interview mit der “PCWorld” ganz richtig erklärte.

Das sicherste Betriebssystem bietet keinen Schutz wenn es unsachgemäß verwendet und durch Fehlverhalten des Benutzers (etwa das Öffnen von E-Mail-Anhängen) kompromittiert wird.

Bereits Albert Einstein stellte fest: “Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.”

Gegen Social Engineering bzw Social Hacking und daraus abgeleitete Methoden wie Phishing sind Kompetenz und Sachverstand immer noch die wirksamsten Schutzmaßnahmen.

So möchte ich diesen Beitrag dann auch mit einer kurzen Aussage beschließen, welche gegen das obige Einstein-Zitat zwar recht prosaisch ist, deswegen jedoch nichts von ihrer Richtigkeit einbüßt:

“Denken kommt vor klicken” ;)

Aigner kündigt Mitgliedschaft bei Facebook

Freitag, 04. Juni 2010

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) führte am gestrigen Tag in Berlin Gespräche mit Facebook-Manager Richard Allen über die Datenschutz-Philosophie des Unternehmens. Aigner gehen die bisherigen Anpassungen nicht weit genug, es handele sich dabei zwar um einen Schritt in die richtige Richtung, die Privatsphäre-Einstellungen seien jedoch immer noch zu komplex und unverständlich.

Nach dem Gespräch kündigte die Verbraucherschutzministerin demonstrativ ihren Austritt aus dem sozialen Netzwerk an, in dem sie bislang mit einem entsprechenden Profil vertreten war.

Kritik
gab es dennoch. Zum einen von der SPD die erklärte, Aigner solle Taten folgen lassen anstatt nur zu reden und ihren eigenen Account zu löschen.

Zum anderen ist ihr Account auch heute, am folgenden Tag, immer noch aktiv und nicht einmal deaktiviert, was in Teilen der Netzgemeinde bereits für Spott sorgte, über dessen Sinnhaftigkeit jedoch streiten lässt (sie fände wohl die Deaktivierungs-Option nicht, würde stattdessen lediglich versuchen sich auszuloggen, Mitglieder der CSU seien bekanntlich eh nicht netzaffin etc).

Die Verbraucherschutzministerin erklärte jedenfalls, mit dem Austritt sei für sie das Thema Facebook nicht ad acta gelegt:

Ich werde meine Mitgliedschaft beenden. Als Verbraucherschutzministerin kann und will ich es nicht akzeptieren, dass ein Unternehmen wie Facebook gegen das Datenschutzrecht verstößt und die Privatsphäre seiner Mitglieder ignoriert. Damit ist das Thema für mich noch nicht erledigt: Ich trete aus, aber ich bleibe dran! Ich bleibe im Gespräch mit der Spitze von Facebook, und ich werde so lange nicht ruhen, bis sich der Datenschutz entscheidend verbessert hat“.

Gut gebrüllt, Löwin – hoffentlich frisst sie auch. ;)

Zensurbefürworterin als Staatsoberhaupt

Mittwoch, 02. Juni 2010

Nach dem plötzlichen Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler, beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger – und die Favoritin der Bundeskanzlerin Angela Merkel sorgt nicht nur im Internet für entsetzte Gesichter und blanken Unglauben.

Ausgerechnet Familienministerin Ursula von der Leyen die sich durch ihre Befürwortung von zwecklosen, da leicht zu umgehenden Internetsperren unbeliebt gemacht hatte, und den Spottnamen “Zensursula” erhielt, soll die wichtige Position des Bundespräsidenten übernehmen.

Dabei ist sie als Staatsoberhaupt denkbar ungeeignet – mit einem derart negativen Image und der mangelnden Unterstützung aus der Bevölkerung wäre eine solche Entscheidung ein klares Zeichen dafür, dass die politische Führung den Volkswillen ignoriert.

Mit etwas Chauvinismus könnte man bemerken, dass die Bundeskanzlerin offenbar die Frauenquote in Führungspositionen demonstrativ anheben will. ;)

Wesentlich ernster muss jedoch festgestellt werden, dass eine Zensurbefürworterin als mögliches Staatsoberhaupt, deren Ansichten scheinbar Grundgesetz und Verfassung entgegenstehen, eher einem Unrechtsstaat vergangener Zeiten angemessen scheint, als einer modernen, aufgeklärten Demokratie.

Google Mitarbeiter geht

Mittwoch, 02. Juni 2010

Der Social-Bookmarking-Dienst Delicious dürfte den meisten Internetnutzern ein Begriff sein – der Name des Gründers vermutlich weniger, sofern er nicht entsprechende Blogs oder Printmedien liest.

Joshua Schachter,
so der Name das Mannes, verließ sein eigenes Unternehmen und stieg als Ingenieur bei Google ein. Dort hielt es ihn nicht sonderlich lange wie man nun über seinen Twitter-Account erfuhr.

Gerade einmal 15 Monate hatte Schachter bei dem Suchmaschinenkonzern gearbeitet und damit etwas mehr als ein Jahr dort verbracht. Wie seine berufliche Zukunft aussieht, und wie er seinen weiteren Karriereverlauf plant, darüber gab es bislang keine Angaben von Schachter.

Mancher mag sich fragen, weshalb solch eine personelle Änderung überhaupt eine Meldung wert sei. Nun, in Anbetracht der Tatsache, dass andere Namen von Persönlichkeiten des Web 2.0 wie etwa Mark Zuckerberg, weithin bekannt sind, scheint es nur recht und billig, auch die eher unbekannten Schöpfer bekannter Dienste mit einigen Meldungen präsent zu halten. ;)

Fazit zum Quit Facebook Day

Dienstag, 01. Juni 2010

Wer ihn verpasst haben sollte…kann immer noch austreten. ;)

Am gestrigen Montag fand der “Quit Facebook Day” statt, bei dem zur kollektiven Massenflucht aus dem sozialen Netzwerk mit dem schlechten Leumund aufgerufen worden war. Die meisten Teilnehmer dürften dann auch weniger wegen Bedienunfreundlichkeit ausgetreten, sondern vielmehr von der enormen Speicherkapazität der Server des Unternehmens beeindruckt worden sein. ;)

Das ganze wird höchst unterschiedlich bewertet. Während die einen von einem klaren Statement der Nutzer reden, das dem Betreiber die Wünsche seiner (Ex-)Mitglieder demonstriert, sprechen die anderen vom Sturm im Wasserglas, blindem Aktionismus, oder der Unsitte zu fliehen, anstatt selbst etwas zu verändern.

Auch die Zahlen der Aktion erhalten unterschiedliche Interpretation, Zumindest die Zahl derer die den Standpunkt “Netter Versuch, aber mehr auch nicht” einnehmen scheint jedoch zu überwiegen.

Austreten, egal zu welchem Datum ist immer gut, wenn gleich mehrere austreten – noch besser. Aber am besten ist es nun mal, wenn man gar nicht erst beitritt. ;)