Archiv für die Kategorie ‘Sonstiges’

Buschfunkbeschwerden und Designproteste

Dienstag, 06. Juli 2010

Die Angebote der VZ-Netzwerke haben jetzt einige Umstrukturierungen erfahren, wovon man sich bereits auf der Startseite überzeugen kann.

Ein zentrales Element ist nun der “Buschfunk 2.0” der die Benutzer über Statusmeldungen und Aktivitäten ihrer Kontakte informiert und somit die Testphase verlassen hat. Art und Umfang der angezeigten Meldungen können selber festgelegt werden, um einen “Informations-Overkill” zu verhindern.

Dennoch gibt es bereits kurz nach der Veröffentlichung der neuen Startseite Kritik von den Nutzern. Neben Beschwerden über auftretende Fehlermeldungen, löst vor allem das neue Design nicht gerade Begeisterung aus.

Die nun vollzogene optische Annäherung an das beliebte soziale Netzwerk Facebook wird im wahrsten Sinne des Wortes nicht gerne gesehen, die Startseite wirke nun uneinheitlich und verwirrend.

Vielleicht…ja nur vielleicht…sollte man sich einfach überlegen, ob die Mitgliedschaft in solch einem sozialen Netzwerk überhaupt sinnvoll ist und einen produktiven Zweck erfüllt. ;)

Ratschläge der Internet Enquete-Kommission

Dienstag, 06. Juli 2010

Beratungsresistenz ist außer in wenigen Fällen keine besonders positive Charaktereigenschaft, sollte man doch etwa in der Tat keine weitreichenden Aktionen in Fachgebieten veranlassen, über deren Funktionen und Inhalt nicht völlige Klarheit besteht, sondern sich stattdessen um ein besseres Verständnis bemühen.

So lässt sich in einem (zugegebenermaßen umfangreichen) Satz die Meinung der Sachverständigen in der ersten öffentlichen Anhörung der Enquete-KommissionInternet und digitale Gesellschaft” im deutschen Bundestag zusammenfassen.

Die Selbstregulierung der Internetwirtschaft sei weitaus besser, als oft wahrgenommen wird, viele der bestehenden und geplanten entsprechenden Gesetze, etwa zum Urheberrecht seien dagegen kontraproduktiv und es bedürfe insgesamt mehr Freiräume statt unsinnigem Regulierungszwang.

Ach die übrigen Schlagworte der Sachverständigen-Vorträge sprachen Bände.

Wer eine prägnantere und verständlichere Zusammenfassung als die Eingangs genannte wünscht, dem sei das Zitat des Medienrechtlers Thomas Hoeren ans Herz gelegt, der den Politikern im Bezug auf das Internet riet:

“Tun Sie nichts. Machen Sie keine Gesetze.”

Dem ist nichts hinzuzufügen. ;)

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Buch lesbarer als Ebooks

Montag, 05. Juli 2010

Der dänische Usability-Experte Jakob Nielsen war einige Zeit für seine nicht besonders ausgeprägte Liebe zu E-Books bekannt und auch wenn sich diese Einstellung einigermaßen relativiert hat, so dürften ihn seine neusten Forschunsgergebnisse freuen.

Eine neue Studie von Nielsen mit dem Titel “iPad and Kindle Reading Speeds” (Lesegeschwindigkeit von iPad und Kindle, unter diesem Link auf Englisch zu lesen) zeigt nämlich, dass die effektivste Art einen Text zu lesen, immer noch das klassische, gedruckte Buch ist.

Im Vergleich zum Buch benötigten die Leser bei der Nutzung des Apple iPad 6,2 Prozent länger um den Text zu lesen, Benutzer die Amazons Kindle für denselben Text verwendeten, benötigten sogar 10,7 Prozent länger als ein Buchleser.

Dennoch wird betont, dass diese Zahlen keineswegs als Leistungsbeurteilung der Produkte zu interpretieren seien, generalisierte Angaben, dass ein Lesegerät dem anderen überlegen sei können daraus nicht abgeleitet werden, da die Differenz der beiden Wert statistisch nicht genug Signifikanz aufweist.

Das Ergebnis der Studie ist jedoch deutlich: Auch wenn es bequemer sein mag, ein flaches elektronisches Gerät zu transportieren als Bücher oder Zeitungen mit sich herumzuschleppen – wer Zeit sparen will, sollte definitiv weiterhin zu Printmedien greifen.

Amazon bietet Lebensmittel an

Donnerstag, 01. Juli 2010

Der Online-Versandhändler Amazon der bislang vor allem für den Versand von Büchern bekannt war, hat nun auch in seinen Deutschland-Dienst Lebensmittel in sein Angebot aufgenommen. In den USA existiert das entsprechende Angebot bereits seit 2006.

In 25 Kategorien kann der deutsche Kunde künftig 35.000 Produkte ordern – und das zu den Standard-Lieferbedingungen von Amazon.

Besonders komfortabel ist dabei die umfangreiche Filterfunktion: Zu den Kriterien die zur Produktsuche genutzt werden können gehören unter anderem ob das Lebensmittel vegetarisch, vegan, Bio, Fairtrade, koscher, gluten- oder lactosefrei ist.

Chinas Googledomainprobleme

Dienstag, 29. Juni 2010

Bejubelt als trickreicher Vorreiter der unzensierten Information hat Google nun einen Rückzieher gemacht und sich chinesischen Drohungen gebeugt – aber dabei erneut getrickst.

Zuvor hatte Google gegen die Zensur in der Volksrepublik China protestiert und gedroht, sich notfalls vom chinesischen Markt zurückzuziehen. Als Alternative hatte sich dann die Umleitung auf die Hongkong Domain der Suchmaschine ergeben.

Jetzt macht China Druck und droht, die Geschäftslizenz welche für Unternehmen in China benötigt wird und am morgigen Tag ausläuft, nicht weiter zu verlängern, wenn der Suchmaschinenanbieter weiter auf der Umleitung nach Hongkong besteht.

Als Reaktion wird die automatische Umleitung auf Google.hk zwar beendet werden, dem Besucher von Google.cn werde jedoch eine Landing Page geboten auf der sich dann ein Link auf die Hongkong-Domain findet.

Deutsche Passwortmüdigkeit

Montag, 28. Juni 2010

Die BITKOM hat in einer neuen Forsa-Umfrage rund 1000 Internetnutzer ab 14 Jahre zum Umgang mit Passwörtern befragen lassen und die Ergebnisse zusammengefasst.

An dieser Stelle werden der Übersichtlichkeit wegen nur die reinen Zahlen genannt, mehr Informationen gibt es in der Pressemeldung auf der Bitkom-Webseite zur Passwort-Umfrage in Deutschland. Dort steht auch eine PDF-Datei mit dem Inhalt der Pressemeldung zur Verfügung.

Neben der Erstellung sicherer Passwörter ist der Wechsel derselben die wichtigste Maßnahme um den Schutz durch diese zu erhalten. Doch leider sind die deutschen Internetnutzer dabei alles andere als konsequent:

  • 41% ändern es nie
  • 11% ändern es jährlich
  • 9% ändern es quartalsweise,
  • 8% ändern es alle paar Jahre
  • 7% ändern es monatlich
  • 6% ändern es halbjährlich

Jeder Hundertste gab an, er würde sein Passwort wöchentlich wechseln.

Dabei lassen sich zum einen geschlechtsspezifische Unterschiede feststellen die sich wie folgt zusammenfassen lassen: Frauen sind unvorsichtiger als Männer

  • 45% der Frauen wechseln ihr Passwort nie (Männer 38%)
  • 12% der Frauen wechseln ihr Passwort quartalsweise (Männer 24%)

Zum anderen gibt es auch altersabhängige Unterschiede bei der sicheren Verwendung von Passwörtern.

  • 27% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 29 Jahre ändern ihre Passwörter zumindest quartalsweise
  • 4% der Senioren über 60 Jahre ändern pro Quartal die Passwörter

Detailliere Informationen bietet wie eingangs gesagt die Webseite der Bitkom.

EU-Proteste gegen die Vorratsdatenspeicherung

Montag, 28. Juni 2010

Wer es bislang noch nicht glaubte wurde nun vom Gegenteil überzeugt: Bei den Gegnern der verdachtsunabhängigen Vorratsspeicherung der EU,  handelt es sich keineswegs um eine kleine Gruppe von Computer-Freaks.

Tatsächlich richtet sich nun ein offener Brief an die EU-Kommissarinnen Cecilia Malmström, Viviane Reding und an Neelie Kroes, in dem die Aufhebung der EU-Direktive gefordert wird.

Unterschrieben ist das Dokument von über 100 Organisationen aus insgesamt 23 europäischen Ländern. Zu den Unterstützern zählen nicht nur Bürgerrechts-Organisationen, sondern unter anderem auch auch die Freie Ärzteschaft, Verbände für die Rechte Homosexueller, die kirchliche Telefonseelsorge, Journalistenverbände, die Aids-Hilfe und Psychologenverbände.

Damit sind zwei Punkte deutlich geworden:

  • Deutsche Bürgerrechts-Aktivisten – Ihr seid nicht allein in Europa!
  • EU-Kommission – Eure Bürger wollen keine Vorratsdatenspeicherung!

YouTube begeistert mit Vuvuzela-Filter

Donnerstag, 24. Juni 2010

Die Erlösung für alle ernsthaften Fußball-Fans scheint er zu sein – der Vuvuzela-Filter, der auf YouTube künftig das beständige Summen der Instrumente herausfiltern soll und erfreulicherweise bereits voreingestellt ist.

Bedauerlicherweise gibt es die Funktion nicht für alle Fußballvideos, allerdings scheint er, entsprechenden Berichten zufolge, seine Arbeit gut zu machen.

Also dann…viel Fußballvergnügen ohne penetranten Summton. ;)

Hack israelischer Twitter-Accounts

Dienstag, 22. Juni 2010

Das politische und religiöse Extreme auch vor dem Internet nicht halt machen ist bekannt und auch wenn das Netz keineswegs ein einziger Morast aus moralisch und rechtlich zweifelhaften Inhalten ist, wie oft vermittelt wird, so muss jedoch auch eingestanden werden, dass neben demokratischem Netzaktivismus auch andere Aktionen stattfinden.

Im aktuellen Fall wird es wohl die einseitige Berichterstattung über die vermeintliche Hilfslieferung in den Gaza-Streifen gewesen sein, welche zu einem Hack mehrerer Twitter-Accounts führte. Die Vermutung eines politischen Hintergrunds liegt nahe, da sich eine türkische Gruppe zum Angriff bekannte und ersten Informationen zufolge vor allem israelische Nutzerkonten betroffen sein sollen.

Auf welche Art der Angriff ausgeführt wurde, ist bislang noch unklar.

Technikfeindlicher Bundestag

Dienstag, 22. Juni 2010

Wie technikaffin ist die Bundesregierung? Angesichts mancher Entscheidung zur Überwachung der Telekommunikation gab es bereits ernste Zweifel.

Wie nun bekannt wurde, kann die Nutzung moderner Technologien sogar einen Bundestagsabgeordneten in Schwierigkeiten bringen – und das nicht etwa, weil nach britischem Vorbild Mobilgeräte mit sensiblen Daten verloren gegangen wären.

Jimmy Schulz, Abgeordneter der FDP hatte es vorgezogen, das Material für seine Rede auf einem Mobilgerät – dem Apple iPad – zu speichern, um es während seines Vortrags zu nutzen.

Nach seinen Angaben habe ihn einer der Bundestagspräsidenten darauf hingewiesen, dass es sich bei der Nutzung eines Computers um einen Verstoß gegen geltende Vorschriften gehandelt habe. Als Resultat befasst sich nun der Geschäftsordnungsausschuss mit dem Geschehnis.

Jimmy Schulz erklärte, das Computerverbot müsse aufgehoben werden, auch die FDP als Partei setze sich für eine Modernisierung ein, denn es müsse jedem klar sein, dass das Zeitalter von Telefax und Telex vorbei seien.