Archiv für die Kategorie ‘Suchmaschinen’

Symantec und Einstein gegen Google-Entscheidung

Freitag, 04. Juni 2010

Symantec, Anbieter von Sicherheitssoftware, bestätigt nach der angeblichen Entscheidung von Google, aus Sicherheitsgründen das Betriebssystem Microsoft Windows im Unternehmen nicht mehr nutzen zu wollen, was IT-Experten längst wussten und stellt gleichzeitig Googles Entscheidung in Frage.

Der entscheidende (Un-)Sicherheitsfaktor sei immer noch das “Risiko Mensch“, ein Anbieter wie Microsoft habe “kein Monopol auf alle Sicherheitslücken, die es da draußen gibt“, wie der technische Direktor der Symantec Security Response in einem Interview mit der “PCWorld” ganz richtig erklärte.

Das sicherste Betriebssystem bietet keinen Schutz wenn es unsachgemäß verwendet und durch Fehlverhalten des Benutzers (etwa das Öffnen von E-Mail-Anhängen) kompromittiert wird.

Bereits Albert Einstein stellte fest: “Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber beim Universum bin ich mir nicht ganz sicher.”

Gegen Social Engineering bzw Social Hacking und daraus abgeleitete Methoden wie Phishing sind Kompetenz und Sachverstand immer noch die wirksamsten Schutzmaßnahmen.

So möchte ich diesen Beitrag dann auch mit einer kurzen Aussage beschließen, welche gegen das obige Einstein-Zitat zwar recht prosaisch ist, deswegen jedoch nichts von ihrer Richtigkeit einbüßt:

“Denken kommt vor klicken” ;)

Google mit Hintergrundbild

Donnerstag, 03. Juni 2010

Die gegenseitige “Inspiration” der beiden Suchmaschinenkonkurrenten Google und Bing geht weiter. Erneut bediente sich Google bei einem Feature von Microsofts Suchmaschine – modifizierte es jedoch.

Ähnlich wie beim täglich wechselnden und sehenswerten Fotomotiv von Bing, soll künftig auch der Hintergrund von Googles Suchmaske mit einem Bild attraktiver gemacht werden.

Der Unterschied zur Suchmaschine von Microsoft: Der Benutzer kann das Bild entweder vom eigenen Rechner hochladen, oder aus seinen Picasa-Alben wählen, sofern er solche hat.

Natürlich ist eine solche Personalisierung nur dann möglich, wenn der Benutzer identifiziert werden kann, so dass diese Funktion nur Nutzern zur Verfügung steht, die über einen entsprechenden Google-Account verfügen.

So tut Google all jenen einen Gefallen, welche den Computer-Alltag ein wenig persönlicher gestalten wollen – im Gegenzug bietet der Benutzer dem Unternehmen an, die Daten auf den Servern leichter seiner Person zuordnen zu können. ;)

Es muss also jeder selbst sehen ob er dazu bereit ist, Design gegen Privatsphäre einzutauschen, allerdings wird davon ausgegangen, dass es sich bei diesem Gimmick um eine erste, vorsichtige Heranführung zum rein browserbasierten Google-Betriebssystem handelt,  bei dem solch ein Motiv dann vermutlich das klassische Desktop Wallpaper ersetzen soll.

Google ohne Windows

Dienstag, 01. Juni 2010

Demonstrativer kann man Konkurrenz kaum zeigen: Suchmaschinenriese Google verbannt nicht nur angeblich mit Windows das Betriebssystem des Konkurrenten Microsoft von firmeneigenen Rechnern – die entsprechende “Säuberungsaktion” habe sogar bereits im Januar begonnen. Sie gilt als eine Reaktion des Unternehmens auf die Server-Angriffe zu Beginn des Jahres.

So jedenfalls lauten die Informationen der Financial Times. Diese beruft sich dabei auf die Aussagen mehrerer, natürlich namentlich ungenannter, Google-Mitarbeiter.

Demnach sollen entsprechende Regelungen bestehen, welche Neueinsteigern im Unternehmen die Wahl zwischen den Betriebssystemen GNU/Linux und Mac OS X vorschreiben. Allerdings würde auch langjährigen Mitarbeitern aus Sicherheitsgründen ein Wechsel nahe gelegt.

Die Nutzung von Windows-Rechnern bedarf nach Angaben der anonymen Google-Mitarbeiter ab sofort einer Sonderbefugnis.

Durch die angebliche neue Direktive soll vor allem die Sicherheit erhöht werden, da die meisten Angriffe auf Schwachstellen der Windows-Software abzielen und die Zahl der Schädlinge für alternative Betriebssysteme im Vergleich zu Windowssystemen marginal ist.

Allerdings können auch GNU/Linux & Co keine hundertprozentige Sicherheit bieten, denn neben technisch ausgeklügelten Angriffen professioneller Hacker besteht die größte Gefahr für Einzelplatzrechner und Netzwerk nach wie vor aus unachtsamen Anwendern. ;)

Übrigens: Von Google war auf Anfrage lediglich offiziell zu erfahren, das man “einzelne innerbetriebliche Angelegenheiten” nicht kommentiere. Man möge sich seinen Teil denken. ;)

Ein Google Maps Unfall

Montag, 31. Mai 2010

Berichte über Fahrzeugführer die von ihrem Navigationssystem in die Irre geleitet wurden und sich bisweilen auch in unangenehmen Situationen wiederfanden, hat sicher jeder schon einmal gehört oder gelesen.

In einem aktuellen Fall aus den USA ist es jedoch kein Fahrzeug, dass in die Irre geführt wurde, vielmehr hatte sich die Fußgängerin Lauren Rosenberg,  in Utah die von ihr zurückzulegende Strecke per Google Maps auf ihrem Blackberry anzeigen lassen – und ist dieser offenbar sklavisch gefolgt. :-|

Auch als Google Maps sie über einen anscheinend viel befahrenen Highway ohne Fußgängerübergang lotsen wollte, versuchte sie ihr Glück – und wurde prompt überfahren.

Während standardmäßig ein Warnhinweis bei riskanten Passagen eingeblendet wird, behauptet Frau Rosenberg jedoch, der entsprechende Hinweis sei auf ihrem Blackberry nicht eingeblendet worden und fordert nun Schadensersatz in Höhe von 100.00 US-Dollar.

Ob die entsprechende Klage Erfolg haben wird, kann zumindest bezweifelt werden.

Googles Suchmaschine mit Verschlüsselung

Freitag, 28. Mai 2010

Wie selbst angekündigt, hat Google nun eine SSL-gesicherte Version seiner Suchmaschine veröffentlicht. Nach Angaben von Google soll die Übertragung per HTTPS das Abfangen von Anfragen, wie etwa bei offenen WLAN-Netzen, verhindern.

In Anbetracht der aktuellen Vorwürfe gegen die Speicherung von Daten aus ungesicherten Funknetzwerken durch die Fahrzeuge von Google Street View mag dies besonders ironisch wirken, allerdings waren entsprechende Verschlüsselungspläne bereits vorher im Gespräch.

Dennoch dürften sich nicht nur Nutzer von drahtlosem Internetzugängen und Mobilgeräten über die Verschlüsselung der Verbindungen per SSL freuen.

Zwar ist die Google SSL Suche aktuell lediglich in einer englischsprachigen Beta-Version verfügbar – bis auf die erweiterten Funktionen wie etwa die Bildsuche, die nicht unterstützt werden, läuft jedoch offensichtlich alles problemlos.

Wichtiger Datenschutz-Hinweis: Die SSL-Verschlüsselung betrifft lediglich die Übertragung der Suchanfragen an die Server von Google, diese speichern weiterhin alle Daten die der Benutzer an Google überträgt (Suchbegriffe, IP, Browserinformationen etc).

Außerdem ist SSL keineswegs unangreifbar, wie die Manipulation von Sicherheitszertifikaten, auf deren Vertrauenswürdigkeit SSL letztlich basiert, gezeigt hat.

Fazit: Die HTTPS-Verschlüsselung ist für all jene Personen sinnvoll, die einigermaßen sicherheitsbewusst sind, sich andererseits aber nicht von der Nutzung anonymisierender Suchmaschinen überzeugen lassen, sondern weiterhin dazu bereit sind, Google zu vertrauen.

Besagte datensparsame Suchmaschinen verzichten nicht nur auf langfristiger Speicherung von IP und Logs, viele von ihnen, wie etwa das bekannte Ixquick oder Metager2 sichern bereits seit langem die Verbindung per https.

Für weitere Informationen zum Thema wenden Sie sich bitte an die Suchmaschine Ihres Vertrauens. ;)

Forderung nach Datenschutz bei Suchmaschinen

Donnerstag, 27. Mai 2010

Wenn man es liest, mag so manchem Datenschützer zunächst einmal das Herz aufgehen: Die Europäische Union fordert von den großen Suchmaschinenanbietern erneut mehr Datenschutz ein.

So hat die “Article 29 Working Party” (oder kurz WP29) eine Datenschutzgruppe der EU, welche sich bereits seit mehreren Jahren mit dem Datenschutzgebaren der Suchmaschinbetreiber befasst, nun erneut die führenden Unternehmen Google, Microsoft und Yahoo! ermahnt, die Privatsphäre der Anwender stärker zu respektieren und entsprechend zu handeln.

Konkret gefordert werden von der WP29, die Anonymisierung der Suchmaschinen-Nutzerdaten auf den Servern nach sechs Monaten, sowie die Zuordnung von Benutzer und Suchanfrage zu verhindern und die Bereitschaft zur Überprüfung dieser Maßnahmen durch einen unabhängigen Datenschutzexperten.

Eine schriftliche Aufforderung dieser Art ist sicher sinnvoll, dass sie jedoch ausreichend Druck ausübt um die Unternehmen zu entsprechenden Änderungen zu veranlassen, muss allerdings leider stark bezweifelt werden.

Wie gegenwärtig die Diskussionen um Google Street View und Facebook zeigen, ist es meist konstante Berichterstattung über entsprechende Proteste, welche aus wirtschaftlichen Überlegungen zum Einlenken der betreffenden Unternehmen führt.

Bis es bei Bing, Google und Yahoo! zu Änderungen kommt, dürfte vermutlich noch einige Zeit vergehen. In der Zwischenzeit muss der Benutzer seine Daten eben den datenschutzfreundlicheren Konkurrenten wie etwa Ixquick und Metager2 anvertrauen.

Googles Street View Kooperation

Donnerstag, 27. Mai 2010

Google versucht nach den Protesten gegen die WLAN-Datensammlung möglichst viel Kooperationsbereitschaft zu zeigen und so will der Internetkonzern tatsächlich wie gefordert den staatlichen Datenschützern eines seiner Street View Fahrzeuge zur Überprüfung zukommen lassen.

Hindernisse gibt es dagegen bei der Aushändigung einer entsprechenden Festplatte, anhand deren Inhalts die Art der erfassten (Nutzer-)Daten besser nachvollzogen werden kann. Google ließ ein entsprechendes Ultimatum zur Herausgabe verstreichen, beteuert jedoch weiter seinen guten Willen. Als Rechtfertigung wird auf die juristische Situation in Deutschland verwiesen und die somit geltenden Bedingungen zum Zugriff auf Nutzerdaten, welche es zu berücksichtigen gilt.

Während Google also noch Vorbehalte gegen die Herausgabe der Daten sieht, gibt es neben Deutschland mittlerwile eine zweite Klage in der Street View Angelegenheit. Gegenwärtig überprüft ein Bezirksgericht in den USA die Vorwürfe des Internetproviders “Galaxy Internet Services Inc“.

Die Lage wird also auch international problematischer für Google und so ist die vermutlich einzig praktikable Lösung für das Unternehmen, schnellstmöglich allen Forderungen soweit es möglich ist, nachzukommen.

Google Street Wlan

Mittwoch, 26. Mai 2010

Es handelt sich nicht unbedingt um eine Neuigkeit, angesichts der vielen Meldungen kann es dennoch sinnvoll sein, noch einmal einen Blick auf die jüngsten Ereignisse rund um Google Street View zu werfen:

Die Formulierung war während der olympischen Spiele in Peking inflationär geworden, dennoch ist es in diesem Fall durchaus passend davon zu sprechen, dass Google einen Kotau gemacht hat.

Aufgrund der großen Proteste gegen die Erfassung von unverschlüsselten WLAN-Inhalten, über deren genaue Natur sich Google allerdings vorerst weiter ausschweigt, hatte Google bereits am 14. Mai die Erfassung durch Street View-Fahrzeuge international abgebrochen und bis zur technischen Umrüstung weitere Aktivitäten eingestellt.

Nun erfolgte sogar eine offizielle Entschuldigung durch Google-Gründer Larry Page, was ein Zeichen dafür sein dürfte, dass Google die Beschwerden durchaus ernst genommen hat.

Wer Interesse an einer ausführlichen Zusammenfassung (an sich ist diese Formulierung ja ein Oxymoron) hat, findet sie in einem Tagesschau-Artikel über die Google WLAN-Affäre.

Google mit Datenschutzbestrebungen bei Analytics

Mittwoch, 26. Mai 2010

Auch wenn Street View dem Konzern weiter Ärger bereitet, so versucht Google nun zumindest an anderer Stelle nachzubessern und weiß dabei durchaus zu überraschen.

Wie bereits vor einiger Zeit angekündigt, bietet Google nun ein Opt-Out-Browser-Plugin für bzw. gegen Google Analytics an. Selbiges steht für den Internet Explorer (Version 7+), Firefox (Version 3.5+) und Google Chrome (Version 4+) zur Verfügung. Die Funktion des Plugins als simpel zu bezeichnen wäre noch untertrieben, tatsächlich soll es, Angaben von Google zufolge, lediglich das Analytics-Skript blockieren.

Sehr viel interessanter ist da die zweite Option welche Google wiederum den Webmastern bietet. Bislang galt man juristisch nur dann auf der sicheren Seite, wenn die Besucher der Webseite auf die Erfassung durch Google Analytics hingewiesen wurden.

Nun bietet Google den Betreibern von Webangeboten die Möglichkeit, den letzten Teil der IP-Adresse zu löschen. Damit ist der Benutzer zwar immer noch lokalisierbar, was etwa bei der Analyse der Daten zu wirtschaftlichen Zwecken wichtig ist, eine direkte Standortbestimmung bzw eine einwandfreie Identifikation ist somit allerdings nicht mehr möglich.

Über diese Neuerungen wird sich nicht nur der Benutzer freuen – für den Webseitenbetreiber entfällt vermutlich auch die Kennzeichnungspflicht, wenn die Daten ausreichend anonymisiert sind.

Google mit CSS-Webschriften

Donnerstag, 20. Mai 2010

Viele Gehversuche im Bereich der Webseiten bestachen vor allem aus drei Dingen: unmöglichen Farbkombinationen, blinkenden Grafikelementen und unsäglichen Schriftarten.

Ob Google mit der jetzt vorgestellten Kombination aus dem hauseigenen Font Directory und dem  Google Font API Mut zur Hässlichkeit beweist, oder ob die zahlreichen Texte im Netz durch Googles Ausnutzung der Möglichkeit, die sich durch das in CSS3 gebotene @font-face ergeben, tatsächlich attraktiver werden, hängt im Wesentlichen vom Nutzungsgrad und dem guten Geschmack der Webdesigner ab.

Positiv bleibt definitiv zu erwähnen, das alle dort verfügbaren Schriften quelloffen sind und somit auch außerhalb von Googles Angebot verfügbar.

Wünschenswert wäre, wenn zumindest durch einige der “CSS-Schriftarten” die Accessibility von Inhalten für sehbehinderte Internetnutzer verbessert werden könnte.